Schulaufführung
Nicht jede private Berliner Ballettschule darf ihre Weihnachtsproduktion auf der riesigen Bühne der Deutschen Oper aufführen. Die mit dem Zusatz «am Staatsballett» genießt dieses Privileg, obwohl sie mit Berlins ruframponierter Renommierkompanie nur das Dach über dem Kopf gemein hat. Trainiert werden die in vier Klassen geteilten rund 70 Kinder von 6 bis 18 im alten Ballettsaal der Oper.
Dort hat das aus einer Vorgängergruppe im September 2016 formierte Ensemble mit Gründer, Leiter und Ex-Staatsballetttänzer David Simic eine auf 70 Minuten gekürzte «Coppélia» einstudiert, mit drei Besetzungen. Strikt beibehalten hat der gebürtige Serbe die Originalstory, allerdings in technisch vereinfachter Form auf halber Spitze. Nirgendwo überfordert er seine jungen Amateure, die Einstudierung ist sauber und zu einer Bandaufnahme choreografiert. Eine eigenständige Lesart der Puppengeschichte wäre aber sicher kindgemäßer ausgefallen. Kleinod der Inszenierung ist als Gast vom Staatsballett Ulian Topor als Franz, der seiner Swanilda hilfreich zur Seite steht. Die Partnerschaft macht aber auch die Grenzen deutlich und zeigt, was eine so große Bühne erwarten lässt und was demgegenüber mit Amateuren ...
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Goyo Montero, gerade läuft eine Audition am Staatsballett Nürnberg. Wie viele Tänzer haben sich beworben? Knapp 300 haben uns geschrieben, 100 habe ich eingeladen. Das bedeutet, wir haben für zwei Positionen fast 300 Videos gesichtet und die Lebensläufe gelesen, um zu sehen, ob diese Leute für unsere Kompanie funktionieren könnten.
Was machen die 200 Leute falsch,...
Als Tänzer tritt er heute nur noch wohldosiert in Erscheinung. Der Bühne bleibt er dennoch treu. Mikhail Baryshnikov widmet seine beeindruckende Erfahrung als Performer inzwischen vornehmlich anderen Projekten – aktuell zu Ehren seines Freundes, des exilierten russischen Dichters Joseph Brodsky, der 1996 verstarb.
Für die Produktion «Brodsky/Baryshnikov», in Szene...
Diese vier haben die eigene Lebensmitte jeweils schon deutlich überschritten und bilden nach 20 Jahren das älteste in Deutschland arbeitende Bühnenkollektiv (okay – Gob Squad sind noch etwas älter). Seit 1997 agieren Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra und Veit Sprenger unter dem Label Showcase Beat Le Mot. Die Herren strotzen noch immer vor Witz,...
