Salzburg: Reginaldo Oliveira «Othello»
Reginaldo Oliveira, der beim Badischen Staatsballett unter den Fittichen von Birgit Keil sein choreografisches Talent erprobte, ist seit einem Jahr Ballettchef am Salzburger Landestheater – und macht seine Sache gut. Statt Ausstattungsschinken zu inszenieren, setzt er auf dramatische Stoffe in nüchtern gestalteten Bühnenräumen und legt sein Augenmerk darauf, das bewegte Innenleben seiner Charaktere allein mittels Tanz sichtbar zu machen.
Sein choreografisches Salzburg-Debüt gab er mit «Medea – der Fall M».
Nun setzt er mit «Othello» nach, einem Kammerspiel auf der von Sebastian Hannak mit grau-beigen Wohn-Quadern möblierten Drehbühne. Ihm gelingt dabei, woran andere gemeinhin scheitern: die handelnden Personen eines abendfüllenden Handlungsballetts tatsächlich wie Menschen aussehen zu lassen. Das ist schon deshalb nicht leicht, weil Oliveira sicherlich die berühmten «Othello»-Versionen von José Limón und John Neumeier im Hinterkopf hat. Seine besondere Gabe ist es, einfache, leicht verständliche Gesten und Bewegungen für komplexe Handlungen und Gefühle zu finden, hier stimmungsvoll aufgeladen von Lera Auerbachs Präludien für Violoncello und Klavier sowie trefflich ausgesuchten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2018
Rubrik: Kritik, Seite 50
von Eva-Elisabeth Fischer
Auditions
Staatsballett der Niedersächsischen Staatsoper Hannover
Der designierte Ballettdirektor Marco Goecke sucht TänzerInnen mit ausgezeichneter klassischer und moderner Technik. Audition (nur auf Einladung): 17. Februar 2019
CV und Bilder bis zum 31. Januar 2019 an:
vortanzen2019@staatstheater-hannover.de
The ballet company of TLT Innsbruck
is looking for...
Längst hat sich der Sommer verabschiedet. Wie in Eiseskälte erstarrt, verharren die Tänzer auf der Bühne des Zürcher Opernhauses, als ob sie eines Toten gedächten. Nur Neonlicht. Nackte Betonwände ringsum. Nichts Wärmendes, nirgends. Selbst die Musik scheint zu frösteln. Die Klänge klirren, als Mauro Peter hinabsteigt in den nicht gar so tiefen Orchestergraben, um...
Sia Kate Isobelle Furler, kurz Sia, stürmt in regelmäßigen Abständen die Charts. Ihre R&B-Balladen und angejazzten Songs gehören zum Feinsten, was der Weltpop derzeit zu bieten hat. Dem Tanz ist die bald 43-jährige Australierin von jeher zugetan, und dass sich das auch kommerziell bezahlt macht, zeigt ihr jüngstes Koop-Projekt: Im Frühjahr wird sie bei «Repetto»,...
