Rykena/Jüngst «Transfigured»
Wind weht, man hört ein Fiepen, ein Summen. Carolin Jüngst und Lisa Rykena liegen auf dem Boden, neben einer wuchtigen Bühnenskulptur, wie sie für die Arbeiten des Duos typisch ist: Lea Kissing hat für «Transfigured» ein Metallobjekt ins Hamburger Kulturzentrum Kampnagel gebaut, eine Art Lache, um die herum die Protagonist*innen lagern. Bis langsam Leben entsteht.
«Transfigured» ist eine Schöpfungsgeschichte: Die beiden Performer*innen erheben sich, probieren Bewegungen aus, treten in Kontakt zueinander, mal berühren sich Fingerspitzen, mal die beiden Körper, und irgendwann entsteht Sprache. «Wwwwwwweißtduuuunoooch?», dehnt Jüngst die Vokale, ein mühsames Sprechen ist das, eine mühsame Bewegung. Aber im Endeffekt erfüllt es seinen Zweck, Kontakt ist möglich, Kooperation auch, und dann zieht sich erst ein Körper zurück, dann der andere. «Das war das Ende vom Anfang», es ist alles ein stetes Werden und Vergehen, und dann ist das Stück auch schon zu Ende, nach einer knappen Stunde. Die Figuren «agieren mit Sprache und Gesang in choreografischem World Building», wird «Transfigured» angekündigt, und, tatsächlich, der Abend skizziert die Entstehung einer Welt, verschwommen, brüchig, ...
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Tanz Februar 2025
Rubrik: Kalender, Seite 41
von Falk Schreiber
Niederlande
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Also: K....
