Ruhrgebiet
Ein Trampelpfad schlängelt sich zwischen Birken und wildem Grün hindurch, das links und rechts des Weges abfällt, wuchert. Unvermittelt öffnet sich das Dickicht, und zwei Kühltürme ragen ins Himmelsblau – oder vielmehr ihr Skelett. Auf der Zeche Zollverein in Essen liegen Geschichte und Gegenwart nah beieinander, sie ist ein faszinierender Ort permanenter Umwälzungen und Umbrüche, dem sich 200 Jahre Industriegeschichte tief eingeschrieben haben.
Heute ist er ein wichtiger Standort für den Tanz – und das Symbol einer unvollendeten Transformation, eines Wandels von der Industrie- zur Kreativ- und Informationsgesellschaft.
Einst war das Ruhrgebiet das größte Industriegebiet Europas. In den Jahren 1989 bis 1999 gab die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park Impulse dafür, wie es mit der Region weitergehen sollte nach dem Abzug der Schwerindustrie: Kultur sollte einziehen, wo einst Zechen waren. Ein Prozess, der einige Blüten trieb und die Region stark veränderte, der jedoch nicht die aus dem Strukturwandel resultierenden Risse und Brüche verdecken kann. Auch die Tanzszene ist von diesem Wandel geprägt, für sie bietet er Möglichkeiten und türmt zugleich Hindernisse auf: Es ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen. An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49
www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050 Bamberg...
Ballettdirektor Nikolaj Hübbe hat alle Hände voll zu tun gehabt in den vergangenen Monaten. Im Oktober hatte am Königlich Dänischen Theater «Weimar» Premiere, seit November wird im selben Haus seine «Raymonda»-Fassung gespielt. «Weimar» mag ein Versuch Hübbes gewesen sein, dem Erfolg von Twyla Tharps Frank-Sinatra-Ballett «Come Fly Away» nachzueifern. Dafür hatte...
Das Mystische und Mythische zieht beide an. Figuren, die aus dem Rahmen des Alltäglichen, dem Raum des Erfahrbaren herausfallen. Der Choreograf Akram Khan hat zuletzt mit «Until the Lions» eine Episode des Mahabharata (tanz 4/16), dann die geisterhafte «Giselle» (tanz 1/17) in Fleisch und Blut verwandelt. Die Fotografin Nicol Vizioli befreite Hildegard von Bingen...
