Robert Rauschenberg
Robert Rauschenberg hat die Tanzwelt fast nur als Bühnen- und Kostümbildner gekannt. Er tupfte für Trisha Brown und Merce Cunningham flirrenden Pointillismus in Pastellf arben auf Bühne und Kostüme. Die berühmten haut-engen Ganzkörperkondome sind von ihm – er gab sie auch Paul Taylor und Choreografen des Judson Dance Theater. Sogar die Schlabberklamotten, die heute jeder Tänzer trägt, erfand er zu Cunninghams «Winterbranch» 1964 – die Tänzer sollten fallen, sich aber nicht verletzen.
Man kennt, vielleicht, noch seine beweglichen Lichtskulpturen von 1991, mit Scheinwerfern bestückte Alu-Kuben in «Astral Converted 55» für Laurie Anderson. Man übersah ihn ganz 1994 in Trisha Browns solistischem Meisterwek «If You Couldn't See Me», anders als in ihrem «Foray Forêt» 1990, wo sie in Glitzerkostümen wie aus 1001 Nacht tanzte. Und er schuf die leuchtenden Gazevorhänge, vor denen bunt gekleidete Tänzer mit der Bühne verschmolzen, in Cunninghams «Interscape» von 2001, die sich kaum unterschieden von Cunninghams «Summerspace» 1958.
Berühmt war Rauschenberg aber deshalb: Oktober 1966 in der Armory Hall in New York. In «Nine Evenings: Theater and Engineering» arbeiteten Deborah Hay, Yvonne ...
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