Risiko tanzt mit
Verstauchte Gelenke, gezerrte Muskeln, Sehnen und Bänder, Prellungen, verletzte Wirbelsäulen – die Hälfte aller professionellen Tänzer*innen erleidet mindestens einmal im Jahr einen Arbeitsunfall. Plié, Adagio, Pirouetten, kleine und große Sprünge: Was auf der Bühne anmutig, leicht und schwebend daherkommt, bedeutet körperliche Schwerstarbeit. Professionelle Bühnentänzer*innen sind die Hochleistungssportler*innen der Darstellenden Kunst.
Um Verletzungen und psychomentalen Beschwerden vorzubeugen, hat die Unfallkasse NRW einen Leitfaden unter dem Titel «Grundsätze der Prävention im professionellen Bühnentanz» herausgegeben. Er richtet sich vor allem an Unternehmer*innen, Intendant*innen, Schulleitungen und alle Personen, die beruflich mit den Arbeitsbedingungen im Tanz beschäftigt sind.
Autorin Eileen Wanke ist Professorin am Institut für Arbeits-, Sozialund Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt und selbst ehemalige Tänzerin. Professioneller Tanz erfordere «enorme Körperbeherrschung und Athletik, die sich nur durch viele Jahre intensives Training ausbilden lassen», sagt sie. Zuletzt veröffentlichte sie (ebenfalls in Kooperation unter anderem mit der Unfallkasse NRW) eine ...
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Tanz November 2026
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Sarah Heppekausen
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