Richard Wherlock
Richard Wherlock gibt nicht auf. Auch wenn das Ballett Basel derzeit mal wieder zur Disposition steht, und zwar ausschließlich aus finanziellen Gründen, sucht er weiterhin nach Stoffen, aus welchen Tänze sind. Und er scheint fündig geworden zu sein.
Aber anders als John Neumeier in seiner Stuttgarter «Kameliendame» interpretiert er in «La Traviata – ein Ballett» nicht etwa Musik von Frédéric Chopin (oder wie man aufgrund des Titels vielleicht vermuten könnte) Melodien von Giuseppe Verdi, sondern Stücke von Satie, Poulenc, Massenet, Saint-Saëns, Ravel, d’Indy und Schostakowitsch – passend zu einer Demimonde, der Marguerite Gautier zum Opfer fällt, und das nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Hoffen wir, dass nicht auch das Ballett Basel am Ende dahinsiecht – nach der Premiere am 12. Oktober; Probenfoto: Marius Razvan Dumitru, Ayako Nakano, Raquel Rey Ramos und Richard Wherlock © Ismael Lorenzo
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Stefanie Hahnzog fand als Theaterwissenschaftlerin und Regieassistentin im zeitgenössischen Tanz Antworten auf die Fragen, die im Theater zu selten gestellt wurden, entdeckte Körperdiskurse in Bewegung und Vertrauen in die Präsenz der Körper. Sie ist Body-Mind Centering® Practitioner und Dramaturgin für Tanz und Performance in München und liebt als Künstlerin und...
Die Werbekampagne des Berliner Staatsballetts für die just begonnene Saison zeigt stürmisch aufgepeitschtes Meer, nebelumfangene Wälder, schroffe Felsen, wild-leidenschaftliche Natur. Motive wie von Caspar David Friedrich, dem deutschen Romantiker, dem das Gefühl Gesetz war. Dazu fordert die klassische Kompanie auf: Lasst Euch aufwühlen – von der Kultur. Das geht...
Gerda König, deutsche Tanzkönigin im Rollstuhl, hat nach Äthiopien, Brasilien, Kenia diesmal in Südafrika choreografiert. Mixed Abilities nennt sich ihre Kunstform, die körperliche Gebrechen als choreografische Chance betrachtet. Partnerkompanie ihrer DIN A 13 tanzcompany war die Remix Dance Co. aus Kapstadt. Ihre Einfalt ist grenzwertig: Mit Ketten wirbeln, die...
