Richard Siegal

Kunst der Zukunft

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Wenn es stimmt, dass die Zukunft bereits eingetreten ist – wie der US-amerikanische Science-Fiction-Autor und Erfinder des Begriffs «Cyberspace» William Ford Gibson schon 1993 verkündet hat – so ist diese Zukunft (samt ihren Errungenschaften) heute recht breit gestreut. Und das zu unserem Vorteil. Bei der globalen Rolle rückwärts in den Cyberspace, ausgelöst durch den Anbruch des Zeitalters von Covid-19, hat sich herausgestellt, dass wir der Technologie eine Menge zu verdanken haben.

Trotz durchaus berechtigter Ängste, die von den Medien beobachtet und weiterverbreitet wurden, sollte uns allen inzwischen klar geworden sein, dass die Technologie eben auch eine Rettung für uns ist. Sie bildet, wie die Soziologin Sherry Tuckle es formuliert, das «Second Self» unserer Gesellschaften. Sie ist zum ­einen empfänglich für die Schwächen und Unzulänglichkeiten der menschlichen Natur, zum anderen fungiert sie als neue Zufluchtsstätte: Wir sitzen quasi am gemeinschaftlichen Herd, in trautem Miteinander, Schutz suchend vor dem viralen Sturm auf einem Territorium, auf dem wir als Spezies dauerhaft unser Lager aufgeschlagen haben.

Wirkliche Beziehungen

Man betrachte nur den rasanten Anstieg der ...

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Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 90
von Richard Siegal

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