Reto Clavadetscher

gründete und schließt nun die Berner Tanztage

Tanz - Logo

Reto Clavadetscher hat als Macher der Berner Tanz­tage nach zwanzig Jahren offenbar genug. Der Fes­tivalleiter nennt verschiedene Gründe, die den Ausschlag gegeben haben sollen, die Tanztage nach der diesjährigen Jubiläumsausgabe vom 6. bis zum 23. Juni einzustellen. 1987 gründete der Sankt-Galler mit Unterstützung der Tanzpädagogin Michaela Pavlin das Festival, das alljährlich in der Berner Dampfzentrale mit originellen Programmideen und internationalen Gastspielen realisiert wird.

Damit soll nun Schluss sein – ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt, da die Stadt Bern eine Erhöhung ihrer Unterstützung angekündigt hat.

Das ist offenbar nicht genug, um die Organisatoren, die seit langem mit wenig Subventionen auskommen mussten, weiter bei der Stange zu halten: «Die stetig gewachsene Unterfinanzierung müss­te ausgeglichen, höhere Mittel für das Programm zur Verfügung gestellt, die Werbung verstärkt und nach zwanzig Jahren sozial verträgliche Bedingungen geschaffen werden», hält Clavadetscher fest. Diese Ziele seien auch mit den erhöhten städtischen Subventionen nicht zu erreichen. Die Stadt Bern unterstützt das Festival in diesem Jahr mit 81 000 Franken. Für 2008 hat sie die Erhöhung ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 25
von Martina Wohlthat

Vergriffen
Weitere Beiträge
Daniela Kurz: «Les Enfants terribles»

Auch nach dem Leben gibt es ein Leben. Gérard, gebeugt unter der Last des Alters, ­erinnert sich seiner Jugend: Elisabeth, die er bis zur Selbstverleugnung verehrt, und Paul, der geliebte Freund: Bruder und Schwester, die selbst im Tod nicht voneinander lassen können, geschweige denn im Leben, dem sie selbst ein Ende setzen. Hannes Seebauer erzählt, und von der...

Frederick Ashton: "Sylvia"

«Du guter Gott», hat sich schon vor mehr als hundert Jahren Eduard Hanslick gefragt, «was gehen uns die Gottheiten an? Die zärtlichen Liebespirouetten von Nymphen und Schäferinnen, die begeisterten Bocksprünge unsauberer Faune, diese immer sprungbereite Allmacht Dianas oder Amors? Für wen haben sie noch ein dramatisches Interesse?» Und der Kritiker aller Kritiker...

Taglioni lebt

Zur Familie Taglioni hat Gunhild Oberzaucher-Schüller einen Materialienband  herausgegeben. Er wird eröffnet von einer Todesanzeige Filippo Taglionis. Das mutet zwar «bizarr» an, wie sie in ihrem Vorwort einräumt, – doch spiegelt sich in ihr die außergewöhnliche Stellung dieser Tänzer- und Choreografenfamilie im Europa des 19. Jahrhunderts, die durch namhafte...