Residenzprogramm
Auch große Choreografen haben klein angefangen. «Haiku» von John Neumeier, «Paradox» von Jiří Kylián, «Urlicht» von William Forsythe: Das alles waren mehr oder weniger Selbstversuche am eigenen Körper, oft unter tätiger Mithilfe befreundeter Tänzer. Ein Solo, ein Duo, das scheint also ganz normal zu sein am Beginn einer erhofften Choreo-grafen-Karriere. Nicht normal ist, dass die wenigsten Junioren über kurz oder lang eine Gelegenheit finden, sich auch in Großprojekten zu erproben.
Alles liefe viel zu kleinteilig ab, auch gäbe es zu wenig Ensemblearbeiten, meinen denn auch Christiane Winter, Leiterin des Festivals «TANZtheater INTERNATIONAL», und ihre beiden Kollegen von der Staatsoper Hannover, Ballettdirektor Jörg Mannes und Betriebsdirektor Steven Markusfeldt. «Vor vielen Jahren haben wir uns überlegt», erinnert sich Christiane Winter, «wo Schwachstellen sind und wo Fördermodelle eventuell greifen könnten.»
Das Residenzprogramm «Think Big» will hier Abhilfe schaffen. 2012 erstmals vom Festival und der Staatsoper ausgerichtet, wendet sich das Projekt an Choreografen, egal ob sie an einem Theater arbeiten oder im freien Bereich, sowie an Tänzer und Tänzerinnen, die oft ebenso ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2019
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Hartmut Regitz
Max Pechstein, bedeutender Vertreter des Expressionismus, wurde 1881 in Zwickau geboren, er starb 1955 in Berlin. Die Kunstsammlungen der Stadt Zwickau verfügen über die größte Sammlung seiner Werke. Wie für viele Künstler des Expressionismus waren auch für ihn die Aufbrüche der Tanzmoderne und die überschäumende Wildheit des frühen Jazz wichtig. Unter dem Titel...
Düsseldorf: Temps d‘images
Wie sich der Umgang der Tanzszene mit digitalen Medien ändert, lässt sich bestens an diesem kleinen Festival ablesen: «Tech is a Toy» heißt längst die Losung. Aus der Forschung von einst ist ein witziges Showformat geworden. Das Duo Barbara Matijevic & Giuseppe Chico erschafft urkomisch transhumane Wesen in allerbester SciFi-Manier (tanz...
Shell Shock
nannten die Alliierten die posttraumatischen Belastungsstörungen ihrer Rekruten. Im deutschsprachigen Raum kennt man sie unter dem Begriff «Kriegszittern». Wirklich erklärt, geschweige denn geheilt worden ist die «Schüttelneurose» nie – auch das ein Grund für den belgischen Komponisten Nicholas Lens, sich genau hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten...
