Rasta Thomas

Tanz - Logo

Rasta Thomas, der sanfte Ballett-Rebell, wurde 1981 in San Francisco gebo­ren, wuchs in Saudi-Arabien auf, wurde in Washington ausgebildet, wo er mit 13 Jahren als Jüngster den Paris International Ballett Competition gewann. Mit seiner Gruppe Amazing Boys of Dance präsentierte er soeben im Hamburger St. Pauli-Theater die Premiere seiner Tanz-Show «Rock The Ballet».

Rasta Thomas sagt: «Ich wollte immer anders sein. Ich hatte mit drei Jahren einen Unfall, musste Heilgymnastik machen. Seitdem hielt mich mein Vater in Bewegung. Erst haben mich Kampfkunst-Lehrer unterrichtet.

Dann drohte mir ein Tutu, weil ich ein Bad Boy sei. Ich machte Jazztanz, dann entdeckte mich eine Ballettlehrerin – ich probierte es mit klassischem Tanz. Ich habe Ballett gehasst, bis ich 50 Dollar für einen Auftritt bekam und mir einen Game Boy kaufen konnte. Um es klarzustellen: Ballett finde ich jetzt fantastisch, ich respektiere die Kunst. Eine schwierige Sprungkombination hinzukriegen, ist klasse. Ich habe «Le spectre de la rose» getanzt, «Chopiniana», «Don Quixote». Ich bin jetzt 27 Jahre alt und kann vielleicht bis 33 schaffen, was ich jetzt mache: diesen Hochleistungstanz. Die Zeit ist begrenzt. Jetzt will ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2008
Rubrik: Boulevard, Seite 24
von Klaus Witzeling

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ins kalte Wasser

Tim Plegge hat gerade sein Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» abgeschlossen, als er bei einem befreundeten Tänzer den Choreografen Christian Spuck kennenlernt. So jemandem wollte er schon immer mal «über die Schulter gucken». Also klopft er beim Haus-Choreografen des Stuttgarter Balletts höflich an. Ob er nicht für jemanden wie...

Gerda König

Gerda König, deutsche Tanzkönigin im Rollstuhl, hat nach Äthiopien, ­Brasilien, Kenia diesmal in Südafrika choreografiert. Mixed Abilities nennt sich ­ihre Kunstform, die körperliche Gebrechen als choreografische Chance betrachtet. Partnerkompanie ihrer DIN A 13 tanzcompany war die Remix Dance Co. aus Kapstadt. Ihre Einfalt ist grenzwertig: Mit Ketten wirbeln, die...

Liebe, Tod und Teufel

Die Werbekampagne des Berliner Staatsballetts für die just begonnene Saison zeigt stürmisch aufgepeitschtes Meer, nebelumfangene Wälder, schroffe Felsen, wild-leidenschaftliche Natur. Motive wie von Caspar David Friedrich, dem deutschen Romantiker, dem das Gefühl Gesetz war. Dazu fordert die klassische Kompanie auf: Lasst Euch aufwühlen – von der Kultur. Das geht...