Rami Be’er: «With Your Eyes»
Am Anfang Solo-Variationen zum Titelverständnis, als Zugabe eine Ensemble-Etüde zu einem Musical-Klassiker. Zwei Vorstellungsrunden rahmen die erste gemeinsame Produktion der nordwest / Tanzcompagnie Oldenburg & Tanztheater Bremen. Im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters bekommen beide Abteilungen der Tanz-Kooperative jetzt Gelegenheit zur Leistungsschau. Mit Rami Be’er wurde dafür der ideale Gast-Choreograf gefunden.
In einer rasanten Nummern-Revue mit neu gemischten und mit neuen Werken zelebriert der Israeli Dynamik und Bildkraft des Tanzes und die tänzerische Verführungsmacht der Musik.
Der Titel «With Your Eyes» empfiehlt einen subjektiven Blick. Angebote für die Augen gibt es reichlich. Bühnenräume und Kostüme spannen weite Assoziationshorizonte auf. Der schnelle Wechsel der Bilder in filmhaften Überblendungen gibt wenig Zeit zum Grübeln. Thema ist der Tanz. Verhandelt wird er nicht in selbstreflexiven Exerzitien, sondern als eine entfesselte Begegnung von Körper und Musik. Erzählung und Formstrenge, feste Strukturen und expressive Freiheit bauen sich aneinander auf.Mit deutlicher Vorliebe für repetitive rhythmische Muster, schneidende Gitarrenriffs und expressive ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Als sich Johann Kresnik, 1974 in Bremen, zum ersten Mal an den «Nibelungen» vergriff und den Stoff zu einer Auseinandersetzung mit dem klassischen Ballett nutzte, war meine Rezension ein simpler Kalauer: «Das Nibelungenlied wird zum Gassenhauer mit dem Refrain Bumsphalera». Kresniks zweiter Griff zum Nibelungen-Stoff am Ende seiner Dienstzeit als Bonner...
«Warnung vor dem Hund». Das steht auf dem ältesten erhaltenen Warnschild der Welt. Überlebt hat es unter der Lava von Pompeji. Der Hund, nun, das ist wohl der Bürger selbst, schaut man auf die Bühne der beiden Duisburger Choreografen Avi Kaiser und Sergio Antonino.
Um ein Picknick-Tuch auf einer Bühnenwiese aus dem Video von Dimitrios Tsantidis singen und träumen...
Vladimir Malakhov ist sauer – und zwar zu Recht. Im vergangenen Sommer befanden sich die Berliner Opernintendanten in einer merkwürdigen Situation. Sie wussten etwas, das weniger sie selbst als vor allem Vladimir Malakhovs Staatsballett betraf. Nur Malakhov selbst wusste nicht Bescheid. Die Kulturpolitik plante einen Umzug des in der Staatsoper angesiedelten...
