Rami Be’er: «With Your Eyes»

Oldenburg

Tanz - Logo

Am Anfang Solo-Variationen zum Titelverständnis, als Zugabe eine Ensemble-Etüde zu einem Musical-Klassiker. Zwei Vorstellungsrunden rahmen die erste gemeinsame Produktion der nordwest / Tanzcompagnie Oldenburg & Tanztheater Bremen. Im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters bekommen beide Abteilungen der Tanz-Kooperative jetzt Gelegenheit zur Leistungsschau. Mit Rami Be’er wurde dafür der ideale Gast-Choreograf gefunden.

In einer rasanten Nummern-Revue mit neu gemischten und mit neuen Werken zelebriert der Israeli Dynamik und Bildkraft des Tanzes und die tänzerische Verführungsmacht der Musik.

Der Titel «With Your Eyes» empfiehlt einen subjektiven Blick. Angebote für die Augen gibt es reichlich. Bühnenräume und Kostüme spannen weite Assozia­tionshorizonte auf. Der schnelle Wechsel der Bilder in filmhaften Überblendungen gibt wenig Zeit zum Grübeln. Thema ist der Tanz. Verhandelt wird er nicht in selbstreflexiven Exerzitien, sondern als eine entfesselte Begegnung von Körper und Musik. Erzählung und Formstrenge, feste Strukturen und expressive Freiheit bauen sich aneinander auf.Mit deutlicher Vorliebe für repetitive rhythmische Muster, schneidende Gitarrenriffs und expressive ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 36
von Rainer Beßling

Vergriffen
Weitere Beiträge
Eric Gauthier

Lieder für den Morgen danach, alles klar. Bluesig, leise, Pausen für bedächtige Züge an der ersten Zigarette. Bei jeder zu schnellen Bewegung jault der Kater in den schwarzen Kaffee. Gedächtnislücken und Augenringe am sehr späten Vormittag. Die vage Erinnerung an diese Blondine und ihr Grinsen, als ihr Schrank dich vom Barhocker gepustet hat. Halt dich an deine...

Ralf Dörnen «Brahms Requiem»

«Sie gehen daher wie ein Schemen», heißt es im Text. Schattengleich erscheinen darum Menschen, die erst in der Erinnerung wieder erkennbare Gestalt gewinnen. Diese «Geisterbeschwörung» positioniert Ralf Dörnen zunächst unter einem Podest, auf dem die Gesangssolisten, der Chor und das Philharmonische Orchester Vorpommern Platz genommen haben. Völlig in diesem...

Marguerite Donlon: «Le sacre du printemps»

Es gibt nur eine Choreografie in der Tanzgeschichte, mit der man immer wieder Geschichte schreiben kann: «Le sacre du printemps», das berühmte Frühlingsopfer. Igor Strawinsky komponierte es in Lausanne, wo Ballets-Russes-Chef Serge Diaghilev sich 1915 mit dem Choreografen Léonide Massine direkt am See in die Villa Belle Rive einmietete. Man sprach über Kubismus,...