raimund hoghe
Raimund Hoghe,
Ihr erstes Stück, «Verdi Prati», entstand 1992, zwei Jahre nach Ihrem Abschied vom Tanztheater Wuppertal. Wie kam es zu dieser Trennung? Das ergab sich nach dem Film «Die Klage der Kaiserin». Pina war damals schwer getroffen, dass der Film kein Erfolg war, vielleicht hatte er eine zu melancholische Note. Jedenfalls hat sie dann eine Zeitlang keine neuen Stücke gemacht, sondern ihre alten Werke wie «Iphigenie auf Tauris» wieder aufgenommen und brauchte von daher keinen Dramaturgen mehr. Ich wiederum wollte nicht an einer Art Museumsarbeit mitwirken.
Das interessiert mich auch bei meinen eigenen Stücken nicht. Wir spielen zum Beispiel «Young People, Old Voices» nicht mehr, obwohl wir darum gebeten werden. Die Frage, wie lange sich ein Stück im Repertoire halten lässt, war schon zu meiner Zeit bei Pina ein Thema. Ich persönlich finde es unangebracht, eine Figur dreißig Jahre lang zu spielen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
Sie sind jetzt zwanzig Jahre als Choreograf tätig und feiern das mit einem Festival, «20 Jahre – 20 Tage», und einer neuen Kreation, «Cantatas». Was erwartet uns? Beim Festival geht es nicht nur um mich, sondern darum, dass ich zwei ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: menschen, Seite 21
von Thomas Hahn
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newcomer_________
florentina holzinger
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