vorschau/der direkte weg zur tanz

Tanz - Logo

im november: deutsche kompanien______ 
bestehen in der Regel nicht aus deutschen Choreografen und Tänzern, sondern sind internationale Ensembles, in denen deutsche Tänzer öfter die Ausnahme als die Regel bilden. Das Land mit der höchsten Theater- und Tanzhochschuldichte der Welt ist stolz auf seine kulturelle Diversität, zu Recht. Und alles wäre in bester Ordnung, wenn deutsche Theater ebenso auch in den USA, China oder Brasilien erfolgreich wären. Sind sie aber nicht.

An mangelnder Begabung liegt es kaum, eine Weltverschwörung ist ebenfalls nicht im Gange. Also muss der Grund woanders zu finden sein.
Das Kevin O‘Day Ballett Mannheim probt «I‘m with the band», 2011

im dezember: christian spuck______ 
hat soeben das Amt als Nachfolger von Heinz Spoerli am Zürcher Ballett angetreten. «Romeo und Julia» heißt sein Einstand. Es geht um Krieg und Liebe, die der vormalige  Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts in Zürich auch persönlich erwarten darf. Denn der 43-Jährige geht überaus geschickt vor: Handlungsballette in seiner Handschrift sind so unverbesserlich romantisch wie erfindungsreich und darum selten Anlass für gespaltene Herzen. Politisch beweist er ein nicht minder gutes ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2012
Rubrik: service, Seite 80
von

Weitere Beiträge
abschied: rolf gildenast

Der Gelsenkirchener Tänzer und Choreograf verunglückte am 14. Juli im Alter von 47 Jahren tödlich in seinem Urlaubsort in Irland. 1965 in Neuss als Sohn eines Gastwirts geboren, war Gildenast von 1987 bis 1993 Solotänzer am Stadttheater in Gießen, bevor er ans Gelsenkirchener Ballett Schindowski wechselte. 2001 initiierte er als Tanz- und Theaterpädagoge zahlreiche...

neuseeland

...ist in der Vorstellung des Europäers jener Ort, an den unweigerlich jeder gelangt, der nur tief genug ein Loch in die Erde bohrt. Die andere Seite der Welt hat nun Gabriele Klein besucht, die Leiterin des «Zentrums für Performance Studies» an der Universität Hamburg, und dort entdeckt, dass eine Tanztradition mehr ist als nur das Rekonstruieren von Tänzen. Auf...

düsseldorf: Dave St-Pierre: «Création 2012»

Nach «La Pornographie des âmes» (2005) und «Un peu de tendresse bordel de merde!» (2008) handelt Dave St-Pierres «Création 2012» von Mann + Frau, Himmel + Hölle, Leben + Tod. Eine nackte Meute, nichts als kindische weiße Flügelchen am Rücken, rennt kreischend von außen gegen die gläserne Hinterwand der Bühne in der Amsterdamer Stadsschouwburg an. Haut klatscht an...