Rachid Ouramdane «Loin ...»
Unter den wenigen großen Autoren der Performance-Szene unterstreicht einer immer mehr seine persönliche Note. Rachid Ouramdane hinterfragt Identität mit immer philosophischerem Werkzeug. In «Loin ...» (weit, entfernt) blickt er in den Spiegel seiner eigenen Familiengeschichte. Es ist ein Blick in den Abgrund des Schweigens. Zwei dunkle Spiegel liegen auf der Bühne. Sie haben die Form von Blutlachen. Lautsprecher drehen sich und verbreiten Auszüge aus Interviews. Unter den Befragten seine eigene Mutter, im Video zu sehen.
Es geht um das tiefe Schweigen einer Generation, die Krieg geführt hat. Und plötzlich wird ein wenig klarer, warum Ouramdanes Stücke immer am Rand der Stille und des Verschwindens balancieren, warum er so sensibel nach Wunden im Empfinden sucht wie zuletzt in «Cover» (2005) und «Superstars» (2006). Die Ursachen dieser Wunden entdeckt er stets in politischen Verwerfungen und der Gewalt des Kriegs. Waren das nur Testläufe zu «Loin ...», diesem ultimativen Selbstportrait, in dem sich Frankreichs Kolonialkriege und Migration spiegeln?
Rachid Ouramdane unternahm eine Reise auf den Spuren seines verstorbenen Vaters, gestützt auf dessen Kriegstagebuch, von Saigon bis Dien ...
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Irina Baronova war zwölf, als Georges Balanchine sie 1921 für Offenbachs «Orpheus in der Unterwelt» als Tänzerin engagierte. Neben Tamara Toumanova und Tatiana Riabouchinska galt sie als eine der drei baby ballerinas der Ballets russes. Léonide Massine und Michail Fokine arbeiteten mit ihr. Ab 1932 tourte sie mit den Ballets Russes de Monte-Carlo und hängte 1940...
Something or someone’s got “legs.” It’s a turn of phrase that simply means a person or thing is worthy and has staying power. In that respect, Édouard Lock’s got legs. Otherwise, let’s just say that, on the surface, the topic of legs in dance can seem sexy, or sexist. Depends on your perspective. And I’m all too aware how any term can brand someone, particularly in...
Der Rücken ist unsere Schattenseite. Immerzu ist er hinten. Den eigenen Rücken sehen wir nicht, aber lauter Rückseiten vor uns in der Menge. Wer keinen vor sich hat, ist Sieger, Erster am Ziel. Den eigenen Rücken fühlt man nur. Und wie. Statistisch betrachtet, hat die überwiegende Mehrheit der Zeitgenossen Probleme damit. Viele bewegen sich zu wenig, andere heben...
