preisträger: der faust
Der Direktor des Ballett am Rhein, Martin Schläpfer, erhielt die undotierte deutsche Theatertrophäe «Der Faust» für seinen mythischen Totentanz «Ein Deutsches Requiem» (in Düsseldorf wieder zu sehen vom 14. Dezember bis zum 1. Januar).
Als bester Tänzer wurde der Brite William Moore, Ex-Solist am Stuttgarter Ballett, für seine schelmische Verkörperung des Olivier Brusson in Christian Spucks letzter Inszenierung am Staatstheater, «Das Fräulein von S.», geehrt. Moore ist inzwischen mit Spuck nach Zürich übergewechselt.
Der von der Kulturstiftung des Bundes, dem Deutschem Bühnenverein und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste getragene Preis wurde in Erfurt verliehen.
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Tanz Dezember 2012
Rubrik: menschen, Seite 31
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Eine Handvoll graumelierter Herren liefert sich einen erbitterten Schlagabtausch am Konferenztisch: «Wenn ich Geld in die Show stecke, dann nur, wenn wir die allerbeste Musik kriegen!» – «Ach was, wir brauchen den besten Autor.» – «Quatsch, niemanden schert die Story, allein die Besetzung zählt.» – «Alles Blödsinn – die Publicity muss funktionieren.» Während sich...
An Cranko kommt keiner vorbei. Schon gar nicht in Stuttgart, wo am 2. Dezember 50 Jahre nach der Premiere Prokofjews Shakespeare-Ballett «Romeo und Julia» in seiner Version als Jubiläumsaufführung vorgestellt wird, zum Teil sogar noch von der Originalbesetzung. Ray Barra wird reaktiviert, und auch Márcia Haydée – nicht als «star-cross’d lovers» der ersten Stunde,...
Diese Utopie scheint kaum noch einer zu teilen: dass sich für den zeitgenössischen Tanz genauso viel Publikum begeistern könnte, wie fürs Ballett. Zeitgenössischer Tanz müsse Opernhäuser füllen, hieß es mal, und das kann er ja auch, wenn Namen wie Pina Bausch, Sasha Waltz oder nun: Sharon Eyal plakatiert sind. 9000 Zuschauer in acht Vorstellungen, das ist die...
