show me
Eine Handvoll graumelierter Herren liefert sich einen erbitterten Schlagabtausch am Konferenztisch: «Wenn ich Geld in die Show stecke, dann nur, wenn wir die allerbeste Musik kriegen!» – «Ach was, wir brauchen den besten Autor.» – «Quatsch, niemanden schert die Story, allein die Besetzung zählt.» – «Alles Blödsinn – die Publicity muss funktionieren.
» Während sich die Investoren fast an die Krawatten gehen, blättert der Benjamin in der Runde gelangweilt in seinen Papieren, um irgendwann entschieden dreinzufahren: «Nun denken Sie einen Moment nach», sagt er, «und seien Sie mal ehrlich: Warum sehen Sie ‘ne Show? Wegen der schönen Damen!»
So war die Lage 1934, als Regisseur Ray Enright und Choreograf Busby Berkeley für die Warner Brothers «Dames» drehten und dieses Büroscharmützel auf Zelluloid bannten. Nicht anders kalkuliert heute die Berliner Friedrichstadt-Palast GmbH, die mit «Show Me» gerade eine Art Re-Enactment von good old Hollywood unternommen und dafür das Rekordsümmchen von neun Millionen Euro aufgewendet hat – ganz im Stil von big business made in USA. Wie einst am Broadway und in der Film-Traumfabrik sind auch hier die «schönen Damen» Betriebskapital und Markenzeichen ...
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Tanz Dezember 2012
Rubrik: produktionen, Seite 16
von Dorion Weickmann
An Cranko kommt keiner vorbei. Schon gar nicht in Stuttgart, wo am 2. Dezember 50 Jahre nach der Premiere Prokofjews Shakespeare-Ballett «Romeo und Julia» in seiner Version als Jubiläumsaufführung vorgestellt wird, zum Teil sogar noch von der Originalbesetzung. Ray Barra wird reaktiviert, und auch Márcia Haydée – nicht als «star-cross’d lovers» der ersten Stunde,...
Prag hat ein Nationalballett mit über 80 Tänzern, soeben zusammengeführt aus den Kompanien des Nationaltheaters und der Staatsoper. Der künstlerische Direktor Petr Zuska muss nun vier große Theater im Blick haben, deren Spielpläne sich künftig an den Traditionen der jeweiligen Häuser orientieren sollen: weltläufig an der Staatsoper, national und zeitgenössisch im...
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mariinski-ballett
Die Freiheit, Frauen sowohl im Justaucorps, dem Herrenfrack des 18. Jahrhunderts, als auch in Krinolinen tanzen zu lassen, nahm sich Angelin Preljocaj 1994 mit dem Ballett der Pariser Oper. Seine dreiaktige Mozart-Choreografie «Le parc» ist ein Divertissement im besten Sinne, das in Farben schwelgt und allerlei amouröse...
