romeo und julia
An Cranko kommt keiner vorbei. Schon gar nicht in Stuttgart, wo am 2. Dezember 50 Jahre nach der Premiere Prokofjews Shakespeare-Ballett «Romeo und Julia» in seiner Version als Jubiläumsaufführung vorgestellt wird, zum Teil sogar noch von der Originalbesetzung. Ray Barra wird reaktiviert, und auch Márcia Haydée – nicht als «star-cross’d lovers» der ersten Stunde, sondern ihrer Erfahrung entsprechend als Herzog von Verona und als Julias Amme.
Egon Madsen, einst als Graf Paris bemitleidet, ist diesmal als Pater Lorenzo mit von der Partie, und auch Georgette Tsinguirides, kaum merklich gealtert in der Rolle der Zigeunerin, lässt sich ihren sicher bejubelten Auftritt nicht nehmen.
Bekenntnisse
Ob Christian Spuck auf irgendeine Weise in die Aufführung involviert ist, scheint dagegen mehr als ungewiss. Wünschenswert wäre seine Beteiligung insofern, als «Romeo und Julia» zu den ersten, alles entscheidenden Eindrücken des langjährigen Haus-Choreografen gehört. Crankos Einstudierung, so hat Spuck einmal wissen lassen, ist ihm seinerzeit als Aufzeichnung im Fernsehen begegnet. Und sie hat ihn letztlich in dem Wunsch bestärkt, sich mit dieser Bühnenkunst etwas ausführlicher ...
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Tanz Dezember 2012
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Hartmut Regitz
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