Praxis 5/22

Tanz - Logo

­

Tanzarchiv Köln
DAS KOMPETENZZENTRUM
Zukunft eines Lebenswerks: An einem riesigen Tisch wird das Schicksal des Deutschen Tanzarchivs Köln verhandelt. Von Kurt Peters in Privatinitiative nach dem Krieg errichtet, verfolgt es seinen derzeitigen Leiter Frank-Manuel Peter bis in den Ruhestand.

Wie stets, wenn aus einer Initiative eine Institution geworden ist, bilden Stadt, Land und Expert*innen ein Gremium, das die Interessen bündelt: Wozu ein Tanzarchiv? Was kann man damit anstellen? Solche Fragen wurden im Vorfeld auf Landesebene «proaktiv» mit einem Plan eingefangen. Ein «Forschungs- und Kompetenzzentrums Tanz» soll aus der stattlichen Sammlung entstehen. Es gibt 250 000 Euro mehr im Jahr, dafür soll der im Kölner Mediapark angesiedelte Schatz zur Grundlage werden für Ausbildung, Praxis und Forschung, soll sich weiter öffnen in Richtung Tanzhochschulen – was bisher auch schon geschah. 

Nur nicht digital, sondern «händisch» mit Suche und Sichtung vor Ort in einem Bestand, der trotz Förderung der Stadt Köln und der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn kaum vollständig zu erfassen ist. «Digital» ist im Archivwesen gleichbedeutend mit «Copyright»: Eric W. Steinhauer, Jurist aus ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2022
Rubrik: Praxis, Seite 64
von

Weitere Beiträge
MORTELLITI, SCHOLZ, CHRISTE «STRAW!NSKY»

Kommt auch nicht alle Tage vor, dass das Ballett des Staatstheaters Cottbus auf Gastspiel geht. Anfang April zeigte die Truppe im Potsdamer Hans Otto Theater ihre dreiteilige Strawinsky-Hommage, wobei das Programm wohl aus Attraktionsgründen «Straw!nsky» betitelt ist. Allerdings dient der Einstieg mit der Uraufführung von Adriana Mortellitis «Petruschka»-Version...

Ausstellungen 5/22

JAHRESTAGE. GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE DES TANZES
Die Musealisierung des Tanzes ist ein zweischneideiges Schwert: Einerseits ist der Tanz flüchtig wie kaum eine andere Kunst, exisitiert nur im Moment der Aufführung. Andererseits will man natürlich archivieren, der Nachwelt etwas hinterlassen. Das Deutsche Tanzarchiv in Köln hat diese Aufgabe übernommen und...

REGINALDO OLIVEIRA «LILI, THE DANISH GIRL»

Die schlimmen Ärzte um den stählernen OP-Tisch lachen laut. «Ha, Ha, Ha!» Huch – soll man jetzt erschrecken bei dieser albernen Geisterbahn-Nummer? In der ersten OP-Szene gehen ignorante Mediziner mit theatraler Emphase zu Werke. Beim zweiten Anlauf hat der Patient, der danach eine Patientin sein wird, mehr Glück, liegt bei einem verständigen Vertreter einer...