Pina Bausch ohne Geburtshaus

Pina Bauschs Geburtshaus: abgerissen

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«Jemandem ein Denkmal zu setzen, der noch lebt, verstößt gegen den guten Geschmack!» Mit diesen Worten hat Pina Bausch einem Plan der Grünen die Unterstützung versagt. Die Partei wollte ungewöhnlich geschichtsbewusst eine ehemalige Gaststätte nebst Hotel im Solinger Stadtteil Central erhalten. Denn in diesem Haus in der Focher Straße 10-12 ist am 27. Juli 1940 jene Philippine zur Welt gekommen, die später unter dem Namen Pina Wuppertal zur Weltgeltung verhalf. Schließlich hat Solingen sonst nur eine Veronica Ferres, mit der sich Schlagzeilen machen lässt.

Dass das Hotel Diegel zuletzt in einem erbärmlichen Zustand als Unterschlupf sozial schwacher Familien diente, bevor es wegen Einsturzgefahr von der Baubehörde ganz geschlossen wurde, störte die Grünen wenig. Sie sprachen von einem «Armutszeugnis für die verantwortlichen Politiker unserer Stadt», als sie auf Bitten des derzeitigen Besitzers jetzt eine Abbruchgenehmigung erteilten. Die «ewige Erinnerung» an die Ikone des deutschen Tanztheaters, die sie einfordern, wird also anders aussehen müssen. Am besten in Form einer aktiven Auseinandersetzung mit ihrem Werk wie zuletzt beim Internationalen Tanzfestival NRW: Drei Wochen mit ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Boulevard, Seite 25
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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