Philipp van der Heijden
Der Würfel ist gefallen. Philipp van der Heijden hat mit «replacement – a game with a dice» souverän gewonnen. Beim Weiterbildungsprojekt «dance beyond borders» 2009 spielte er in seinem Solo mit dem aleatorischen Prinzip, kombinierte und improvisierte mit vier festgelegten Parametern – Thema, Bewegung, Musik, Licht – und legte selbstironisch, pointiert und unterhaltsam das Zufallsprinzip in schöpferischen Prozessen offen.
Heijden studierte Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, ließ sich an der Erika-Klütz-Schule zum Tänzer und Tanzpädgogen ausbilden, ging nach New York, wo er mit Ezra Caldwell und Todd Stone arbeitete. 2004 gründete er mit Sönke C. Herm die jungs DanceCompany und hatte auf Anhieb Erfolg mit dem biografischen Duett «Sohnemänner».
Seine prozessorientierte Methode und interdisziplinären Ansätze in Richtung Performance und Textarbeit setzt der vielseitige 30-jährige Hamburger Tänzer und Choreograf in der Arbeit mit professionellen Tänzern, Choreografen und Theaterregisseuren ein. Er arbeitete mit Ilona Pászthy («I see U No 1»), Johnny Lloyd («Rhythm Instrument») und der Regisseurin Franziska Henschel («Herakles 2 oder die Hydra»). Mit ihr ...
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Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, und so mündete auch Livia Patrizis Karriereknick in einen sagenhaften Neustart. 1996 saß die Tänzerin und zweifache Mutter in Weimar fest, während das Ensemble, dem sie bis dato angehörte, gen Basel weiterzog. Die Frage, «wie Menschen teilhaben an Kunst und Gesellschaft», hatte die Neapolitanerin «mit der Muttermilch aufgesogen»....
«Alt» ist ein Wort, das der samoanische Choreograf Lemi Ponifasio im Zusammenhang mit seiner Arbeit nicht akzeptieren mag. Denn so lange es die traditionellen samoanischen Tänze auch schon geben mag, die er in seinen Tanzstücken verwendet: Der Kontext, in die er sie stellt, ist radikal zeitgenössisch. Es gehe ihm um das «Menschsein» oder vielmehr um das «Sein», um...
«Ich werde ein paar Tage in Athen sein, ich habe ein wenig Zeit, lass uns treffen!», sagte ein deutscher Freund, der unsere Hauptstadt nach langer Zeit wieder besuchen wollte.
«Gern», sagte ich, «wo willst Du mich treffen?»
«Lass uns in das Café gehen, in dem wir früher oft waren.»
«Ja, warum nicht», sagte ich, hatte ihn aber unterbrochen.
«Gibt es das noch?», hörte...
