Peter Quanz: «Charlies Kreuzfahrt»

in Chemnitz

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Peter Quanz choreografiert seiner Jugend zum Trotz wie ein Alter. Wer Charlies Kreuzfahrt am Ballett Chemnitz erlebt hat, will nie und nimmer glauben, dass es sich dabei um die erste größere Arbeit eines 25-jährigen Kanadiers aus Baden/Ontario handelt. Da sitzt jeder Schritt, und wie man das Stück auch dreht und wendet, wird man ihm mangelnden Professionalismus kaum vorwerfen können. Quanz legt eine routinierte Gewitztheit an den Tag, die selbst einen Charleston grundsolide, wenn nicht sogar klassisch elegant erscheinen lässt. Überraschungseffekte sucht man hingegen vergebens.

Nicht eine einzige Pointe – und das bei einem Plot, aus dem Chaplin womöglich eine Parodie auf alle Kriminalfilme seiner Zeit gefiltert hätte! Charlie spielt mit, Stöckchen schwingend zieht Marko Bullack zwischendurch die erwartete Show ab. Dass seine abgelegte Melone einem anderen den Tod bringt, mag makaber klingen. Musikalisch untermauert mit Melodien aus Cole-Porter-Musicals, relativiert sich aber jeder Mord auf der Luxusjacht zu einem Mix aus Lust und Leidenschaft – und dafür ist an diesem Abend Louella zuständig, Klatschreporterin in Diensten von William Randolph Hearst, dem Peter Quanz die ...

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Tanz Mai 2005
Rubrik: On Stage, Seite 51
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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