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Newcomer: Kaja Kann – Zum Tod von Niels Ewerbeck und Dietmar Fritzsche – Preisregen: für Meg Stuart, Emio Greco, Renee Robinson u.v.a

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newcomer: kaja kann

Ein winziges, halbfertiges Haus in der Mitte der Bühne. Immer schneller kreist ein Mann darum herum. Der Ton, den er auf alten Orgelpfeifen bläst, wird schärfer. Drinnen erzählt eine Frau die Geschichte von den vielen winzigen Häusern in ihrem Land und vom Wind, der ihnen zusetzt und sich nach ein wenig Ruhe sehnt. Aber der Wind darf nicht verweilen – auch die Träume der Menschen müssen weiter gesponnen werden.

So verwandelt sich das Haus, das Kaja Kann, die Choreografin und Regisseurin aus Estland, und Juha Valkeapää, der Soundkünstler und Performer aus Finnland, zuvor Latte für Latte zusammengenagelt haben, in immer neue Lebens(t)räume. Es erhält einen grasgrünen, dann einen schneeweißen Teppich auf dem Dach, ein rotes Zottelfell als Boden. Selbstvergessen streckt sich das Paar darauf aus. Sie formt mit dem Körper einen Schaukelstuhl, er schmiegt sich hinein. Immer wird auch an der Beziehung gebaut. Kaja Kann reiht in ihrem Song lauter Fragen aus dem Paar-Alltag, in denen sich ihr Partner fast zwangsläufig verheddert. Das alles geschieht in einer fast irritierenden Ruhe: jeder Ton, jedes Wort, jede Handlung haben ihre eigene Zeit. 

«It Seems a Good Place to ...

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Tanz November 2012
Rubrik: menschen, Seite 30
von

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