Online: Arte
«ARTE Mediathek – viel mehr als TV», so bewirbt der deutsch-französische Kanal seine Plattform im Netz, und das ist nicht übertrieben. Denn wer die Rubrik «ARTE Concert» anklickt, kann sich viel Tanz anschauen, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen. In Lyon dabei sein, wo Marcos Morau Tschaikowskys «Dornröschen» inszeniert hat. Oder in Genf, wo Sidi Larbi Cherkaoui den dreiteiligen Abend «Éléments» präsentierte. Und natürlich gehört in diesem Jahr ein Klassiker von John Neumeier ins Programm: «Die Glasmenagerie».
Das Publikum kann die Nachwuchstalente beim «Prix de Lausanne» verfolgen oder den Ballettsaal des Pariser Konservatoriums «betreten». Ja, ARTE Concert bittet rund um die Uhr zum Tanz und kennt keine Scheuklappen. «Juste Debout» dokumentiert den internationalen Hip-Hop-Wettbewerb, der in Hamburg ausgetragen wurde, ausführlich. Im renommierten Pariser Musée d‘Orsay wurde ein getanzter Parcours aufgenommen und Krump in der alten Abbaye de Royaumont, begleitet von einem Kammermusik-Quartett. Wo gibt es so etwas zu sehen? «Sur Mesure» heißt diese ausgefallene Reihe, in der Architektur auf Klassik und Tanz trifft. Was das vielfältige Angebot von ARTE Concert so besonders macht, ...
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Tanz Jahrbuch 2024
Rubrik: The winners are, Seite 141
von Claudia Henne
Das Opera Ballet Vlaanderen hat die internen Hierarchien abgeschafft. In den Programmheften stehen unter den Fotos der Tänzerinnen und Tänzer keine Ränge mehr. Alle sind jetzt sozusagen Principals, oder alle sind Mitglieder des Corps de ballet – je nachdem, wie man es betrachten möchte. Was eher ins Auge sticht, ist die Diversität des Programms selbst: Die Kompanie...
In ihrem dreibändigen Buch «Geschichte und Eigensinn» befassen sich Oskar Negt und Alexander Kluge mit der geschichtlichen Organisation von Arbeitsvermögen. Geschichtsprozesse, so eine der zentralen Thesen, sind ohne «Eigensinn» nicht zu verstehen. Und so hat das Autoren-Duo «Eigensinn» zum Kernbegriff seines Werkes gemacht. Er wird mehrfach bestimmt: als Ergebnis...
«Machen = Machtlos» heißt die letzte Choreografie, die Gerhard Bohner am Staatstheater Darmstadt realisiert hat. Bohner hatte sich geweigert, vor dem Ende seiner Zeit als Leiter des Tanztheaters ein weiteres Stück herauszubringen. Was zu einer fristlosen Kündigung führte – mit der Aussicht auf Rücknahme, wenn er innerhalb von vier Wochen ein neues Stück machen...
