olga esina

Das Wiener Publikum verehrt sie, Ballettdirektor Manuel Legris schätzt sie als Kleinod der Kompanie. Sie selbst verliebt sich ständig neu: in die Rolle, die sie gerade einstudiert

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In Wien blickt dem Spaziergänger von vielen Plakatwänden eine unerlöste Königin entgegen. Olga Esinas dunkel umschattete Augen wirken in dem genähten und gedrehten Gefunkel und Geglitzer, das sie für ihre jüngste Titelrolle in Michael Corders Produktion «Die Schneekönigin» trägt, wie der so oft zitierte tiefe, unergründliche See. Die eiskalte Schöne, Hans Christian Andersens gleichnamigem Märchen nachgebildet, gebietet Strenge und Kälte. Dahinter aber verbirgt sich anderes, etwas, das noch auf seine künstlerische Erlösung wartet.



Natürliche Schönheit
Bisher kennt Wien Olga Esina vor allem als klassisch-akademische Ballerina, ein Exemplar wie aus dem Bilderbuch – jedenfalls klingt es so, wenn die häufig übermenschliche Maßstäbe anlegende Ballettwelt zunächst einmal Körperlichkeit, Anmut und Prägung durch die Waganowa-Schule in Sankt Petersburg beurteilt. Die russische Pädagogin und Kritikerin Natalia Zozulina meint, dass Esina den Waganowa-Stil aufgesogen hat, vor allem das Gespür für Haltung und Bewegung, für die Schönheit der Form und die Koordination, sowie das «Atmen» der Arme und des Rückens. Profaner äußert sich Esinas Chef, Ballettdirektor Manuel Legris, im Gespräch: «Als ich ...

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Tanz Februar 2016
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Andrea Amort

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