Ode an den Vogel
A-B-A-B. Harmonie-Disharmonie-Harmonie-Disharmonie. Gleichgewicht/ Ungleichgewicht, usw. ... Keine Frage, das Weihnachtsprogramm an der Opéra national de Paris war kunstvoll gestrickt. Und im prunkvollen Foyer glänzte eine Tanne, geschmückt mit roten und goldenen Tanzschuhen. Vier Stücke statt der üblichen drei, davon zweimal Trisha Brown, und weder ein Balanchine noch sonst ein Klassiker.
Stattdessen als Auftakt Francine Lancelots «Bach-Suite», ein Solo in dem das Barocke (Kostüm und Schritte) sich bald mit zeitgenössischen Elementen, martial arts, Ballett und Meditation vermischt. Danach die größte Herausforderung für ein Jahresendpublikum, Trisha Browns «Glacial Decoy» (1979), ein «Ballett ohne Musik». Elfenhafte Tänzerinnen in transparentem Plissee, Trugbilder ätherischer Vögel. Sie sind Abbilder eines immateriellen Tanzbilds, das sie gleichzeitig aufbauen (durch ihre Erscheinung) und dekonstruieren (durch Hüpfer oder Watscheln), als wären sie noch auf der Suche nach einem Tanz.
Dann Browns Kreation des Abends, «O zlozony/ O composite». Ein Trio, ganz in Weiß, wie die Turner bei Olympia. Aurélie Dupont, Nicolas Le Riche und Manuel Legris vor einem gigantischen ...
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