«12/ ... Im linken Rückspiegel auf dem Parkplatz von Woolworth»
Seelsorge auf VA Wölfls Bühne: Es ist nicht gut für die Moral, schlechten Tanz oder schlechte Kunst zu sehen. Deshalb darf man jetzt anrufen bei Neuer Tanz und sich trösten lassen. Ein Schein-Angebot aus der Bühnenrealität. Ein Tänzer säuselt die Offerte ins Mikrofon, die doch selber Teil einer Performance ist und damit Spott und Hohn für all die Ratlosen und Verstörten, die nach VA Wölfls kryptisch und unzitierbar betitelter «Triografie» rausgehen und sich beschweren möchten: Wieder mal keinen Sinn, keine Themen, keinen Tanz.
Man hatte – so will es der Schöpfer – allenfalls «verplemperte gute Zeit». Manchmal hatte man bei VA Wölfl auch schon Langeweile – bei seiner Triografie nicht einen Moment.
«Neuer Tanz goes Pop» lautet das aktuelle Credo der Kompanie, ein weiterer Schritt zum Spiel mit dem Kommerz, nachdem Ensemble-Chef Wölfl vor drei Jahren in seinem Erfolgsstück «Revolver» bereits seine Begeisterung für die Bekömmlichkeit der Operette verkündet hatte. Schon da suchte er den Trash des Discotanzes. Die Recherche in Sachen «schlechter Bewegung» – «geht’s noch schlechter?» – führt Wölfl nun fort. Ein «Propagandastück für den Krieg» sollte es diesmal sein. Wölfl ist es zu banal, ...
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