«Nowhere Noverre» von Fabian Chyle
Während sich Marco Goecke beim Stuttgarter Ballett ganz auf den Körper des Tänzers und seine immensen Ausdrucksmöglichkeiten konzentriert, bringt ihn sein Kollege aus Stuttgarts freier Szene eher zum Verschwinden. «Multiple Choice» nennt Fabian Chyle sein dreijähriges Projekt, das sich als ein «Transfer von Ideen, Konzepten und Vorstellungen in andere Kontexte» versteht – und der findet zu großen Teilen visionär, d. h. virtuell im Internet statt.
Nicht so «Nowhere Noverre», das abschließende Stück Tanz, dessen Bühnengeschehen so angelegt ist, dass «scheinbar Gleiches sich durch leichte Verschiebung als etwas Neues formiert». Schließlich steht die «politische wie auch all- gegenwärtige» Frage im Raum, «wie sich der Körper in einer sich ständig neu kontextualisierten Umgebung verhält». Um keine Antwort verlegen, gestehen sich Fabian Chyle und seine Wiener Dramaturgin Marty Huber als «Denker» (Programmheft) allerdings auch ein, dass dabei «Stagnation und grenzenlose Utopiesehnsucht nah beieinander liegen» können. Das macht selbst ein Scheitern noch sympathisch.
Bei «Nowhere Noverre» kann davon keine Rede sein, auch wenn einem der kurze Abend etwas lang vorkommt. Immer wieder ...
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