Nostalgia

In Moskau begonnen, in Kopenhagen beendet: Alexei Ratmansky choreografiert Bachs «Kunst der Fuge»

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Wer die Kunst dieses Choreografen verstehen will, der muss nach Kopenhagen reisen, vom Bahnhof aus am Tivoli vorbeilaufen, rechterhand in den Hans Christian Andersen Boulevard einbiegen und gleich den ersten Eingang nehmen: zur Ny Carlsberg Glyptotek. 1897 eröffnet, beglückt sie ihre Besucher*innen mit einem üppig bepflanzten, glasüberdachten Atrium samt strahlenförmig angeordneten Sälen, in denen sich nach Epochen und Regionen gestaffelt Skulpturen der Antike versammeln. Binnen zwei, drei Stunden lässt sich vom Nil über Euphrat und Tigris nach Hellas und weiter ins alte Rom reisen.

Die Sammlung, die auf den Bierbrauer Carlsberg zurückgeht und heute noch vom Unternehmen gleichen Namens alimentiert wird, weist naturgemäß ein paar dunkle Kolonial- und Unrechtsflecken auf, die Provenienzforschung kommt erst langsam in Gang. Ändert aber nichts daran, dass das (nach dem Münchner Vorbild) «Glyptotek» betitelte Museum samt seiner Kollektion einen weltberühmten Choreografen inspirierte – bevor er ein Star wurde.

Auf Insta postet @grecoromansky alias Alexei Ratmansky die Fundstücke seiner Altertums-Leidenschaft, die in der Glyptotek begann, als er selbst am Königlich Dänischen Ballett ...

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Tanz Januar 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Dorion Weickmann

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