No Principal

Revolution am Opera Ballet Vlaanderen. Pieter T’Jonck im Gespräch mit der Leitung

Tanz - Logo

Das Opera Ballet Vlaanderen hat die internen Hierarchien abgeschafft. In den Programmheften stehen unter den Fotos der Tänzerinnen und Tänzer keine Ränge mehr. Alle sind jetzt sozusagen Principals, oder alle sind Mitglieder des Corps de ballet – je nachdem, wie man es betrachten möchte.

Was eher ins Auge sticht, ist die Diversität des Programms selbst: Die Kompanie tanzt neuere und neueste Arbeiten von Richard Siegal, Alain Platel und anderen, performt aber auch «klassische» Stücke zeitgenössischer Choreografinnen und Choreografen wie Wim Vandekeybus, Anne Teresa De Keersmaeker und Trisha Brown. Hinzu kommen Eigenkreationen. Was den Mix aus Genres und Techniken betrifft, kann man sich ein breiter gefächertes Spektrum kaum vorstellen. Hinter alldem steckt eine kleine Revolution hinsichtlich der Arbeitsbedingungen der Tänzerinnen und Tänzer. Wir haben mit dem Künstlerischen Leiter Jan Vandenhouwe und Deputy General Director Kiki Vervloessem gesprochen.

Seit nunmehr einem Jahr unterziehen Sie die Arbeitsbedingungen der Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles einer umfassenden Revision. Welche Neuerungen gibt es, was sind die Zielsetzungen?
Kiki Vervloessem: Bislang haben die Tänzerinnen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2024
Rubrik: Macht, Seite 29
von Pieter T’Jonck

Weitere Beiträge
Pyramide

Alexandre Lacroix, in Ihrem Buch «La Danse – Philosophie du corps en mouvement» begleiten sie einen Danseur und eine Danseuse étoile des Pariser Opernballetts durch den Arbeitsalltag im Palais Garnier. Sie beobachten das Geschehen praktisch aus der Position eines Soziologen, wenn nicht gar eines Anthropologen, der auf eine unbekannte Kultur schaut. Wie ist es Ihnen...

Online: Arte

«ARTE Mediathek – viel mehr als TV», so bewirbt der deutsch-französische Kanal seine Plattform im Netz, und das ist nicht übertrieben. Denn wer die Rubrik «ARTE Concert» anklickt, kann sich viel Tanz anschauen, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen. In Lyon dabei sein, wo Marcos Morau Tschaikowskys «Dornröschen» inszeniert hat. Oder in Genf, wo Sidi Larbi Cherkaoui...

Editorial Jahrbuch tanz 2024

Die Machtfrage stellt sich überall, jeden Tag. Auch im Tanz. Mehr denn je hat die Antwort mit Verantwortung zu tun: Wer führt wo, wie und warum? Wie entsteht Vertrauen? Was geschieht im Krisenfall? Wohin entwickelt sich der ästhetische Pluralismus? In welchem Spannungsfeld bewegt sich der Körper, und wie viel Druck lastet auf dem System? Nicht zuletzt: Wo und wann...