No Cash Cow
Schlägt sich der Ungeübte mit dem Nagel auf den Daumen, ist nicht selten der Hammer schuld. Das gleiche gilt gern mal für Crowdfunding. Geht der erste Versuch in die Hose, lassen viele die Finger davon. In der Freien Szene wagt sich bis dato kaum jemand an ein solches Finanzierungsmodell. Kein Wunder. Einfach ist die Sache wirklich nicht. Aber machbar. Nur sollten sich alle, die darüber Geldmittel sammeln wollen, von dem Gedanken verabschieden, Crowdfunding sei eine Gelddruckmaschine.
Stattdessen ist entscheidend: Nur, wer den Hammer richtig benutzt, schlägt den Nagel erfolgreich in die Wand. Soll heißen: Man muss wissen, wie es geht. Es bleibt natürlich trotzdem ein Risikofaktor.
Alles oder nichts
Das zu bedenken, ist entscheidend, da es sich beim Crowdfunding um das All-or-nothing-Prinzip handelt: Wenn die vorher festgelegte Funding-Schwelle, also ein Mindestbetrag, nicht erreicht wird, war es das für die gesamte Kampagne. Auch, wenn sich im Idealfall alternative Finanzquellen für die Realisierung des eigentlichen Projekts auftun, gilt für die Spenden: Die Crowd bekommt ihr Geld zurück, wenn die Schwelle nicht erreicht worden ist. Die Charakterisierung des gesamten ...
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Tanz Januar 2026
Rubrik: Perspektiven, Seite 64
von Rico Stehfest
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