next generation

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Viel geschmäht damals: der Tanzkongress 2019. Die Choreografin Meg Stuart wollte in Dresden kein Programm für die große Öffentlichkeit. Der Run auf den Kongress war umso stärker. Endlich als kunstschaffendes Wesen unter Seinesgleichen, um zu entspannen, zu entdecken, sich selbst zu erleben. Was niemand ahnte: Hier entstand was Neues, und wie immer: aus vielen bekannten Versatzstücken, aus Residenzen, Workshops, einer Interdisziplinarität, aus etwas, das PACT Zollverein in Essen schon einmal erfunden hat.

Nach dessen Modell poppen nun immer mehr kleine, meist von älteren Leuten betriebene Schutzräume auf. Alle tragen eine Aufschrift: «Be unproductive» (schwärmt das Artlabor T-Works in Singapur des Tanzkurators Ong Keng Seng). Oder: «Spinnt doch» (empfiehlt die Spinnerei Schwelm, der neue Ort nahe Wuppertal des Künstlerzwillings deufert&plischke). Oder: «Die Zukunft umgestalten» (so Ash Bulayevs AiR in Athen). Oder: «Mehr Liveness» (im Freiraum des Düsseldorfer Choreografen Ben J. Riepe).

Was hier geschieht, geht kaum in die Öffentlichkeit. Bedenkenswert ist es trotzdem. Hier organisiert sich die junge Szene, debattiert ihren Willen und ruft: «Reshape» und «Tanzökologie». Manches ...

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Tanz Juni 2021
Rubrik: warm-up, Seite 1
von Arnd Wesemann

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