Newcomerin: Laura Arend
Sie ist der neue Aktivposten der Luxemburger Szene. Nach Stationen als Tänzerin im Merce Cunningham Studio in New York und der Kibbutz Contemporary Dance Company in Israel leitet Laura Arend heute in Luxemburg ihre Laboration Art Company (LAC). Und gibt nun richtig Gas, zum Beispiel mit «Iara», ihrem neuen Werk. Dort beackern drei Interpretinnen – eine eher zeitgenössisch ausgerichtet, eine mit Tendenz zur urbanen Sphäre und eine Ballerina – unterschiedliche Energiefelder der Weiblichkeit. Das ist effizient, filigran, kontrastreich, fotografisch präzise.
Und gerade der innovative, gestochen scharfe Umgang mit der klassischen Technik durch Miranda Silveira, ehemaliges Mitglied des San Francisco Ballet, lässt erahnen, warum Arend derzeit ein Stück für Marie-Agnès Gillot, einstige Danseuse étoile der Pariser Opéra, in Planung hat.
«Iara», als «Ballett für die Amazonen von gestern und heute» angekündigt, beginnt auf der kämpferischen Seite, wo Beine zu Waffen werden können. Das Trio verkörpert Macht und Dominanz ebenso wie Solidarität, Sanftheit, Trauer, Trost, zum Teil in elisabethanischen oder barocken Stimmungen. Sie entstehen oft aus dem Umgang mit den zum Teil sehr ...
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Tanz Juli 2026
Rubrik: Side step, Seite 12
von Thomas Hahn
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Alles begann mit dem Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck in Form eines latenten Datensatzes: eines Avatars. Einem Ort für das, was im Analogen keinen Platz findet oder identitätspolitisch finden darf. Während der Pandemie speist Choreograf*in Brig Huezo ein virtuelles Alter Ego mit TikTok-Dances und digitalen Bewegungsfragmenten: «In the beginning it was just me...
Umzug
CONSTANZE MACRAS
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