Neuauflage: Love Parade in Berlin

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Sommer 1989: «Friede, Freude, Eierkuchen» lautete das Motto der ersten Loveparade, bei der rund 150 Raver über den Berliner Kudamm zuckten. Zehn Jahre später hatten die – veröffentlichten – Besucherzahlen des bis dahin noch jährlich veranstalteten Events längst die Millionen-Grenze gesprengt.

Erst im Zuge der Ermittlungen zum Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg, wo 21 Menschen starben und weit über 500 Personen schwer verletzt wurden, erfuhr man aus internen Papieren des Veranstalters Lopavent, dass die Städte aufgefordert worden waren, Besucherzahlen aus Marketing-Gründen zum Teil um das Dreifache nach oben zu pushen.

In diesem Sommer wird Matthias Roeingh alias Dr. Motte, Mitbegründer der Loveparade, 60 Jahre alt. Er ist einer der Initiatoren des gemeinnützigen Vereins Rave the Planet, der das Techno-Event 2021 wieder auf den «größten Dancefloor der Welt», die Berliner Straße des 17. Juni, zurückholen will. Dafür wirbt der Verein seit Januar mit einem ungewöhnlichen «Fundraving»-Modell: Für fünf Euro können Spender im Online-Shop kleine Raver-Figuren kaufen, die auf einem 48 Meter langen Modell der Straße des 17. Juni in der Mall of Berlin aufgestellt werden und Namen wie Raving ...

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Tanz April 2020
Rubrik: Side Step, Seite 23
von Marc Staudacher

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