Muttersein im Tanz
Giulia Tonelli, der Film «Becoming Guilia» dokumentiert Ihren Weg zurück als Tänzerin im Ballett Zürich nach der Geburt Ihres Sohnes Jacopo. Ich hatte den Eindruck, Sie befinden sich da an einem Wendepunkt Ihres Lebens?
Ja, durch den Film habe ich viel über mich und mein Umfeld der letzten 20 Jahre reflektiert. Seither ist ein weiteres Kind geboren: Leon ist heute 15 Monate alt.
In Zukunft würde ich gerne der nächsten Generation weitergeben, was ich in meiner langen Karriere gelernt habe, etwa durch Führung einer Kompanie, die Prinzipien umsetzt, die ich gerne gesehen hätte. Dieses Projekt braucht aber noch Zeit, um spruchreif zu werden.
Hat sich Ihr Verhältnis zu Ihrem Körper und zu Ihrer Arbeit seither verändert?
Die Beziehung einer Tänzerin zu ihrem Körper ist immer heikel. Wir sind ständig umgeben von Spiegeln und Menschen, die uns bewerten. Die Erfahrung der Geburt gab mir einen gewissen Stolz: Mein Körper war fähig, Leben zu schenken! Gibt es etwas Mächtigeres? Dadurch begann sich meine Beziehung zur Arbeit zu ändern: Einerseits spürte ich einen großen künstlerischen Gewinn, andererseits war ich damit konfrontiert, dass das Umfeld für Jungen und Mädchen gemacht ist, und ...
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Tanz Januar 2024
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Falk Schreiber
Bereits ihre «Cinderella» hatte Bridget Breiner unter dem Titel «Ruß» unter amerikanische Kohlearbeiter versetzt, und jetzt ruiniert die Karlsruher Ballettchefin binnen einer Viertelstunde das Weihnachtsfest der jungen Heldin Clara Marie (Sara Zinna), indem ihre Familie durch die Weltwirtschaftskrise der 1920er- Jahre verarmt. Alles muss raus, selbst die...
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische
Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen
An der Trinkhalle 2B,
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Stille. Nein, da läuft jemand, immer noch, tap-tap-tap wie ein zu schneller Sekundenzeiger. Die Tänzerin auf dem Laufband hält nie an. Sie trägt ein Kleid, auf den letzten Metern hält sie eine weiße Fahne, Zeichen der Hoffnung. Nicht hier. Der Schluss von «Last Work», das Ohad Naharin 2015 für Batsheva schuf, rollt ein katastrophisches Bild aus. Mit Klebeband soll...
