Highlights 1/24
Berlin
TANZTAGE
Die Berliner sophiensæle haben mit Jens Hillje und Andrea Niederbuchner seit vergangenem Herbst eine neue Leitung, der Tanzbereich des Produktionshauses dürfte sich dabei allerdings nicht nennenswert ändern: Den verantwortet seit 2020 Mateusz Szymanówka, der damit auch für die «Tanztage», das wichtigste Schaufenster des hauptstädtischen Tanznachwuchses, zuständig ist. In der 33. Ausgabe des Festivals liegt sein Augenmerk auf kollektiven Körpern und Störungen derselben, nicht zuletzt im Sinne von künstlerischer Subversion.
Zu sehen sind zehn Produktionen, davon sechs Premieren, darunter Nasheeka Nedsreals «NuReal Dust», Ewa Dziarnowskas «This resting, patience» und Rob Fordeyns «Absolute Beginners». Vom 5. bis 20. Januar;
www.sophiensaele.com
Straßburg, Mulhouse
SÉRÉNADES
Der Vorhang hebt sich und gibt den Blick frei auf Ballerinen in wadenlangen Tutus – wie Skulpturen in den Raum montiert, bevor sie zu einer Reihe von Port de bras und klassischen Positionen ansetzen: So beginnt «Serenade», George Balanchines Meilenstein von 1934. Das Ballet du Rhin geht der Schöpfung nach und auf den Grund, verteilt auf sechs choreografische Schultern: Gil Harush, Ballettchef Bruno ...
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Tanz Januar 2024
Rubrik: Kalender, Seite 36
von
CD des Monats
THE SOUND OF LUMBYE
Wenn zum Ende des Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker die Korken knallen, steht ganz gewiss der «Champagner-Galopp» auf dem Programm: ein Rausschmeißer der besonderen Art insofern, als er nicht von Strauss oder von Lanner stammt, die hauptamtlich für die geforderte Festtagslaune sorgen – vielmehr hat ihn H. C. Lumbye 1845...
«Angst» und «Wut» machen den Anfang des Dreiteilers, mit dem die Bühnen Bern fulminant in die neue Spielzeit starten. Wesentlich am Erfolg beteiligt ist das Berner Symphonieorchester, das unter der Leitung des ukrainischen Dirigenten Artem Lonhinov die Tanzenden vortrefflich unterstützt. Erstaunlich, wie gut das funktioniert, angesichts der Werkwahl: Neben Sätzen...
Mit der Kunst des Tanzes teilt Bill Viola die Medien des Körpers und der Zeit. Die Fragilität des Flüchtigen ist den Werken des US-amerikanischen Videokünstlers eingeschrieben seit seinem Beginn als Pionier dieser Kunst. Die Verletzlichkeit des Lebens zieht sich als roter Faden durch seine Bildwelten. Die Verlangsamung der Bewegung aber und die Dehnung des Moments...
