münchen: les slovaks «journey home»

Tanz - Logo

Vier dieser slowakischen Herren – Milan Herich, Peter Jaško, Anton Lachký und Milan Tomášik – teilten schon als Kinder die Bühne beim Volkstanzfestival «Východná». Fünfzehn Jahre später trafen sie sich in Belgien wieder. Martin Kilvády, am ersten Studienort der vier in Banská Bystrica geboren, kam hinzu. In Brüssel zogen sie zusammen, gründeten 2006 das Tanzkollektiv Les SlovaKs und bereisten mit ihrem Werk «Opening Night» im Triumph fast alle europäischen Theater.

Herich und Jaško tanzten aber weiter bei Sidi Larbi Cherkaoui, Wim Vandekeybus und David Zambrano, Kilvády bei Anne Teresa de Keersmaeker und Thomas Hauert, Lachký bei Akram Khan, Tomášik bei Eva Weißmann und Iztok Kovac. Es dauerte, bis ihr zweites Werk das Licht so langsam wie auf ihrer Bühne erblickte.

Aus der Dunkelheit blitzen gespannte Arme, improvisieren ihre Gliedmaßen zackige Bewegungsfolgen. Zur Geige des Franzosen Simon Thierrée rutscht der Folkloreschritt im Breakdance aus, es wird gesungen, gepfiffen, gegeigt. Stets steht die heile Welt der Folklore am fernen Horizont und lockt ungemein – nicht nur ein begeistertes Publikum zuletzt beim Berliner Festival «Tanz im Au­gust». In der großen Rührschüssel ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2010
Rubrik: kalender, Seite 45
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
freiburg: joachim schlömer «engel der verzweiflung»

«Angelus Novus» hat Paul Klee sein Aquarell genannt, das 1920 in Weimar entstand. Bis zu seinem selbst gewählten Tod hat es Walter Benjamin begleitet, der das Bild in seinem Buch «Über den Begriff der Geschichte» so beschreibt: «Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat...

punk-idol: valeska gert

Die Hälfte des Buchs spricht der Gründer des Berliner Punkprojekts Die Tödliche Doris, Wolfgang Müller, von sich und von Leuten, die er nicht so mag wie Valeska Gert. 83 Jahre alt war die «Grotesktänzerin» und Avantgardistin, als Müller sie 1975 in einer ARD-Talk­show sah. Das war’s schon. Um die bessere Hälfte des Buchs überhaupt schreiben zu können, hört er dem...

düsseldorf: korea...

...ist seit vielen Jahren im Aufwind. Gemeint ist damit natürlich die Südhälfte des geteilen Landes, nicht das einem autistischen Kommunismus nachhän­gende Nordkorea. Südkorea kennen wir längst als eine bedeutende Wirtschaftsmacht; das Land sucht auch künstlerisch den Anschluss an den Westen. Auffällig, dass sich einige zeitgenössisch arbeitende südkoreanische...