Miteinander
Christian Spuck, Intendant des Staatsballett Berlin, kommt mit wenig aus: Schreibtisch, Couchecke, Beistelltischchen – ein hübsches und hübsch übersichtliches Büro in der Deutschen Oper. Sein heutiger Gast kennt die Räume schon lange: Gabriele Brandstetter, die Doyenne der bundesdeutschen Tanzwissenschaft, hat hier manche Kooperation von Freier Universität und Hauptstadt-Compagnie verhandelt, bevor Spuck den Top-Job übernahm.
Jetzt kommen beide beim «Deutschen Tanzpreis 2026» zum Zug: Er erhält die Auszeichnung für «seine mutige, klare und herausragend erfolgreiche Arbeit mit dem Staatsballett Berlin, sie wird für «herausragende Entwicklungen im Tanz» geehrt.
Zurück zum Start: Wie sind Sie überhaupt zum Tanz gekommen?
Gabriele Brandstetter: Mein Interesse ist erwacht, als ich 14 war und Freundinnen mich zur Ballettklasse mitnahmen. Das fand ich toll. Ich habe dann alles Mögliche ausprobiert, viele Trainings, trotzdem war völlig klar: Das wird nicht mein Leben sein, ich werde keine Tänzerin. Ich wollte aber unbedingt mehr wissen. Also ging ich in Aufführungen, habe Birgitta Trommler für mich entdeckt – Tanztheater in München, ganz anders als Wuppertal. Und ich las wie eine ...
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Tanz Februar 2026
Rubrik: Menschen, Seite 36
von Dorion Weickmann
Déja vu
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