Mikhail Baryshnikov

Mikhail Baryshnikov, 60, spielt Beckett

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Mikhail Baryshnikov, einer der größten Meister der Tanzkunst im 20. Jahrhundert, ist wieder unter die Schauspieler gegangen. Im Dezember zeigte er sich im New York Theatre Workshop in vier Kurzstücken von Samuel Beckett unter der Regie von JoAnne Akalaitis mit Musik von Philip Glass. Baryshnikov wurde damit nun nach Franz Kafkas «Metamorphosen» in einer Inszenierung Steven Berkoffs (1989) und Rezo Gabriadzes «Forbidden Christmas» zum dritten Mal seiner Sparte untreu.

Allerdings sind Becketts «Shorts» wie «Act without Words Part I» durchaus Pantomimen – eines Mannes im Kampf mit sich selbst, die dem Tänzer in ihm viel Platz lassen: Jeder Schritt, jede Handbewegung, jeder Blick ist sorgsam austariert. Auch die Rituale in «Act without Words Part II» wie Beten, Ankleiden, eine Karotte essen, Zähneputzen, Pillen schlucken, Auskleiden sind perfekte Vorlagen, um Rhythmen und Stimmung durch den Körper und minimale Zeichen herzustellen. Zusammen mit David Neumann als «positiverem» Charakter absolvierte Baryshnikov als «verdrießlicher» Charakter trockenes Understatement, ohne jede Groteske. In Becketts «Rough for Theatre I» überzeugte er mit erstaunlich guter Diktion, und in «Eh Joe» spielte ...

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Tanz Februar 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 27
von Petra Bober

Vergriffen
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