Metaverse
Alles ist relativ. Das gilt seit Albert Einstein als das ganz große Ding: Wenn sich alles denken lässt und nichts als stabile, reale, die Ewigkeit überdauernde Form vorstellbar ist, dann herrscht … anything goes. Vom Surrealismus über die Visionen des polnischen Schriftstellers Stanislaw Lem bis zu den «unendlichen Welten» der Science-Fiction schien alles machbar … heute eben dank der Tools im digitalen Baukasten der virtuellen Realität.
2020 entstand der Film «Metaverse: We are at the End of Something» der in Berlin und London beheimateten Künstlerinnengruppe Keiken.
In ihrer Animation bauen Hana Omori, Isabel Ramos und Tanya Cruz einen Flughafen nach, die Abfertigung von Passagieren, die Sicherheitsschleuse, die Überwachung, die systemische Kontrolle, die – bei aller Durchleuchtung – den Menschen als Wesen begreift, das vor allem eins will: Kontrolle. Die vollständige Überwachung und Durchleuchtung einer Person durch eine unsichtbare Macht ist offenbar das, was der Mensch ersehnt. Um sich als Subjekt zu unterwerfen, um andere zu beherrschen und dabei sogar Regeln anzuwenden, die keine reale Legitimation haben.
Wenn Sakeema Crook, ein futuristisch streng gestylter Voguing-Star ...
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Tanz Jahrbuch 2022
Rubrik: Vermessung des Tanzes, Seite 52
von Arnd Wesemann
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Support von oben: Selbst das Goethe-Institut unterstützt sogenannte «Decentralised Autonomous Organisations» (DAO). Inspiriert wurde diese Organisationsform durch digitale Technologien wie Kryptowährungen, die frei vom Einfluss aller Banken, Regierungen und Aktionäre funktionieren. Dieses Konzept ist für die Kunstszene durchaus interessant, denn auch Theater,...
