Melanie Lane «Wonderwoman» in Berlin und on Tour

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Der Körper ist das bevorzugte Tool der Selbstoptimierung, quasi ein letztes Refugium dessen, was sich noch wirklich nach dem eigenen Willen formen lässt. Der artikuliert sich hier in Muskelmasse-Modulationen und Körper-Modifikationen. Optimierung und Ästhetisierung, Leistung und Stilisierung: Bodybuilding ist eine Körperkunst, die konsequent die Ausformulierung des Körperlichen zelebriert, eine Körper-Darbietung mit theatralen und sportiven Merkmalen.

Was sich auch eindrücklich in Melanie Lanes «Wonderwomen» zeigt, und doch nur ein gewisser Aspekt dieser Inszenierung ist, die mit Rosie Harte und Nathalie Schmidt zwei weibliche professionelle Bodybuilder in Szene setzt, ohne die Frauen vorzuführen und ohne sich auf ihrem ästhetisch ambivalenten und dennoch faszinierenden Körpererscheinungs-Bild auszuruhen.

In «Wonderwomen» geht es um Frauenbilder. Um deren Wahrnehmungen, um gesellschaftliche Zuschreibungen. Wer und was definiert, was «weiblich» und was «weibliche Schönheit» ist? Was schwingt mit, wenn man diese Definitionen konterkariert, die Wahrnehmung hinterfragt, die Zuschreibungen umpolt? Frappierend an «Wonderwomen» ist erst einmal, wie wuchtig und leicht zugleich Harte und ...

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Tanz April 2017
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Steffen Georgi

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