Mehr Bücher

Tanz - Logo

Natürlich. Hinter jeder Sprache der Bewegung steckt ein kultureller Code. Diesmal ent­schlüsselt von den Sportwissenschaftlern Monika Fikus und Volker Schürmann. Trotzdem ist die Klammer des Buchs viel besser: der fulminante ethnologische Beitrag über das Verhältnis von Religion und Tanz von Bern­hard Streck und die spannend geschriebene Analyse des antiken Mänaden­fests von Christoph Auffahrt. www.transcript-verlag.de
Besser platziert wären beide Essays im 14.

Jahrbuch Tanzforschung, herausge­ge­ben von Nele Lipp und Krassimira Kruschkova zum Thema tanz anderswo: intra- und inter­kul­turell. Hier wie da geht es um entfremde­te Reli­giosität und um von der Zivilisation ver­dräng­t­e Tanzkulte. Die zahlreichen Abhand­lungen über Turquerien im Ballett des 17. und 18. Jahrhunderts und «Ethnolo­gisierun­gen» des afrikanischen Tanzes eröffnet Franz ­Anton Cramer mit dem Bonmot von Koffi Kôkô: «Wenn sich Verstehen ereignet, sieht man keine Tradi­tionen mehr». Jüngst wurde Cramer vom Berliner Magazin tip gescholten, weil er die Tanzkritik enger an die «Diskurse» des Tanzes knüpfen möchte. Cramer wolle Laut­specher der Szene sein, die er «totalitär» anführe, höhnte Peter Lauden­­bach über ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2005
Rubrik: Bücher, Seite 17
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Margot Fonteyn

Margot Fonteyn (1919-1991) was ballet’s first true superstar. She was already the beloved figurehead of Britain’s Royal Ballet when the company first visited the United States in 1949. Younger ballerinas languishing in Fonteyn’s shadow, such as Moira Shearer, star of the 1948 hit movie “The Red Shoes,” wondered when she would retire. Instead, Fonteyn’s New York...

Ralf Dörnen: «Macbeth»

Die Hexen haben das letzte Wort, und auch am Anfang lassen sie von sich hören. Bevor sie überhaupt zu sehen sind, erfüllt ihr Gestöhn schon den Raum, von Klaus Hellenstein stimmig ausgestaltet. Und selbst wenn sich Macbeth und seine Lady die Hände «schmutzig» machen, sind Ilja van den Bosch, Anna Panjwani und Ayako Nomura präsent: drei Zombies mit blutroten...

Kapitale Tänzerin

Mahlzeit! Noch vor der Vorstellung schlägt sich der Bayer den Bauch voll. Kariertes Hemd, kariertes Tischtuch: Harald Stieger und Imme Kachel haben Bühnenbild und Kostüm aufeinander abgestimmt. Das Bier, der Braten: sie dürfen nicht fehlen. Wer immer der Prolet ist, der sich vor dem Publikum so offensichtlich produziert: Er hat gut sein. Seine Welt scheint in...