medien
bildband_________
uwe scholz
Als sein «Sacre du printemps»-Abend im November 2003 über die Bühne des Leipziger Opernhauses ging, zeigten sich Beobachter alarmiert. So eruptiv hatte Uwe Scholz noch nie choreografiert. Es schien, als wolle der knapp 45-Jährige seine Wunden in einem Befreiungsakt offenbaren. Wenig später war er tot. Mit Scholz ging ein Frühvollendeter dahin, dessen Seelenmembranen jenen schöpferischen Götterfunken hereinließen, der nur den Besten zuteil wird.
Umgekehrt waren Empfindlichkeit und Empfindsamkeit die Achillesferse des 1958 Geborenen, der nach der Ausbildung an der John Cranko-Schule zum Hauschoreografen des Stuttgarter Balletts wurde, bevor er die Leitung der Züricher und zuletzt der Leipziger Tanzkompanie übernahm.
Fünfzehn Schlüsselwerke aus seinem Œuvre – von «Air!» (1982) über «Die Große Messe» (1998) bis zu «Sacre» eben – haben Nadja Kadel und Kati Burchart für den Bildband «Zeitsprünge» ausgewählt, der die jeweiligen Fotodokumente um eindrucksvolle, in deutscher und englischer Sprache gedruckte Textzeugnisse ergänzt. Volkmar Draeger hat jedes Opus detailgenau beschrieben, während Tänzer und Künstlerkollegen sich an die Zusammenarbeit mit Uwe Scholz ...
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Tanz April 2013
Rubrik: medien, Seite 60
von
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen. An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts.,
Tel. +49-6196-228 49 www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz
Nürnberger Straße. 108 k, D-96050 Bamberg, Tel....
Kein Wort über Cranko. Im sonst so sorgfältig editierten Programmheft kommt der Klassiker nicht vor, mit dem der Erbe des Choreografen seit dessen Tode so viele Bühnen bestückt. Statt «Onegin» nennt Richard Wherlock seine Version des Versromans von Alexander Puschkin vorlagengetreu «Eugen Onegin», unterlegt ihr indes wie seinerzeit der Kollege in Stuttgart...
Strawinskys «Le sacre du printemps» peitscht durch den Ballettsaal des Grand Théâtre de Genève. Für das Ende dieses Nachmittags ist ein Durchlauf der neuen Choreografie von Andonis Foniadakis angesetzt, davor werden einzelne Szenen geprobt. Die Stimmung unter den acht Tänzerinnen und sieben Tänzern ist konzentriert, geschäftig und kollegial zugleich. Wer gerade...
