mats ek

Er hat fünfzig Jahre im Radius der Kunst verbracht, hat so eigenwillige wie unverwechselbare Kreationen entworfen. Jetzt ist es genug, findet er. Warum, verrät er Bettina Trouwborst.

Tanz - Logo

Morgens aufwachen und nicht wissen, was der Tag, die Woche, das Jahr bringen werden. Danach sehnt sich Mats Ek. Deshalb hört er auf: Der 70. Geburtstag Mitte April hat einen Einschnitt in seinem Künstlerleben markiert. Im Düsseldorfer Opernhaus treffen wir den Schweden zu einem unerwartet persönlichen Gespräch. Mit dem Ballett am Rhein hat er gerade «Rättika» einstudiert, seine augenzwinkernde Antwort auf Martin Schläpfers Umsetzung von Mozarts Symphonie in g-moll.



Mats Ek, ist Ihnen bewusst, dass Ihr Aufenthalt in Düsseldorf ein Jubiläum bedeutet? Ein Jubiläum?
Nein.

Vor genau vierzig Jahren, in der Spielzeit 1974/75, waren Sie an der Deutschen Oper am Rhein als Gruppentänzer engagiert.
Richtig, war ich. Darauf wäre ich nicht gekommen!

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dieser Episode?
Es war eine sehr wichtige Zeit für mich, ich hatte gerade angefangen als Tänzer, und Düsseldorf war mein erstes Engagement außerhalb des Cullberg-Balletts. Eigentlich war ich gar nicht dazu in der Lage, eine solche Position auszufüllen. Ich hatte vorher nur drei Jahre bei Cullberg, also bei meiner Mutter, gearbeitet, eine nepotistische Angelegenheit.

Wie kam es zu dem Engagement?
Erich Walter wollte ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 20
von Bettina Trouwborst

Weitere Beiträge
interviews: natasha hassiotis

natasha hassiotis ist studierte Juristin und Tanzwissenschaftlerin und seit Anfang der 1990er-Jahre u.a. auch für tanz als Kritikerin unterwegs. Wer so viele Gespräche wie die griechische Journalistin geführt hat, sitzt irgendwann auf einem Berg von Material, das sein Verfallsdatum überschritten hat. Sollte man meinen. Aber die Lektüre von «Great Choreographers –...

highlights

stuttgart_________
colours

Ganz schön wagemutig und ganz schön eindrucksvoll, was Eric Gauthier da erstmals im Theaterhaus auf die Beine stellt: ein dreiwöchiges Festival mit elf Gastkompanien aus aller Welt, mit Uraufführungen und Deutschlandpremieren. Die kanadische Tanzfarbe steuert eine bei, die nie um eine denkwürdige Kreation verlegen ist: Marie Chouinard und...

der lehrer: philippe riera

Sie sind Mitglied des Kollektivs Superamas, das seit 1999 an choreografischen Performances arbeitet. Und jetzt unterrichten Sie auch.
O ja, diesen Sommer beim «ImPulsTanz»-Festival. Einmal gehöre ich zum Mentoring-Team bei «Danceweb», dem Stipendiatenprogramm des Festivals. Dieses Jahr gibt es da nicht einen Mentor, der für alle «Danceweb»-Teilnehmer verantwortlich...