Mathilde Monnier
Mathilde Monnier, die Entdeckerin. Immer auf Abwegen, immer auf dem Sprung, Tanz infrage zu stellen, indem sie ihn mit anderen Welten konfrontiert. Literatur, Philosophie, Psychiatrie oder Gesang. Jedes Mal erforscht sie die Grenzen des Ausdruckmittels Tanz. Sobald sie 1994 die Leitung des Centre chorégraphique national in Montpellier übernahm, trieb sie die Begegnung mit anderen Welten voran. Das war damals der afrikanische Tanz. Ohne Monnier gäbe es heute das so reife, erfolgreiche Duo Salia nï Seydou (Salia Sanou und Seydou Boro) nicht.
Beide begannen ihre Laufbahn in Europa als Interpreten in Montpellier. Heute finden Tänzer im CNN Montpellier mit ex.e.r.ce eine Fortbildung, von Monnier so frei und vielseitig wie möglich erdacht. Zusammen mit P.A.R.T.S. in Brüssel sind es die perspektivenreichsten Aussichtspunkte der Tanzlandschaft.
In Kontrast zu Monniers künstlerischem Pfadfindergeist steht ihre Sesshaftigkeit. Warum sollte man Montpellier freiwillig verlassen? Beinah spanisch schillert die Stadt. Hier ist man kosmopolitisch mediterran, aufstrebend, modern und doch natürlich. Erdverbundenheit. «Die Erde und der Boden sind im Tanz am sinnbildlichsten», sagt Monnier. In ...
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