Martin Schläpfer

zwischen Buchdeckeln

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Martin Schläpfer einen ungewöhnlichen Künstler zu nennen, ist keine Übertreibung. «Ballett», erinnert sich sein älterer Bruder, der Psychiater Rudolf Schläpfer, «erfasste ihn in rätselhafter Weise von einem Tag auf den anderen mit solcher Wucht, dass sich alle bürgerlichen Zukunftsvorstellungen auflösten». Im Tanz, in der Choreografie das auszudrücken, was ihn im Inneren wie im Äußeren bewegt, macht ihn zum Maniac, wie er einmal gesagt hat. Als Tänzer hat er auf der Bühne Wunder vollbracht und vollbringt sie nun choreografisch. Schwer, ein solches Phänomen zu erklären.

Jochen Schmidt, Richard Merz und Wiebke Hüster versuchen es mit unterschiedlichem Erfolg. Schläpfer selber hüllt sich in Schweigen. Umso aussagekräftiger die faszinierenden Fotos, die Bettina Müller beigesteuert hat: bildhafte Beweise seiner Vielgestaltigkeit und einer Demut, ganz hinter dem Werk zurückzustehen. Nicht zufällig finden sich in der Dokumentation seiner siebenjährigen Erfolgsarbeit mit dem ballettmainz auch die Stücke von Balanchine, Christe, Jooss und Hans van Manen. Ein einziges Portrait muss genügen. Unter den vielen Statements vermisst man eins seines wichtigsten Wegbegleiters: das des Zürcher ...

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Tanz März 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 26
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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