marianne vogelsang

war zu Lebzeiten kaum weniger bekannt als Mary Wigman oder Gret Palucca. Heute spricht niemand mehr von der Ausdruckstänzerin und Choreografin. Das muss sich ändern, meint ihr künstlerischer Erbe Manfred Schnelle.

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Manfred Schnelle,
am 19. Oktober jährt sich zum hundertsten Mal der Geburtstag von Marianne Vogelsang, einer der prominentesten Vertreterinnen des sogenannten Deutschen Ausdruckstanzes. Sie zählen nicht nur zu ihren Schülern, sondern sind als autorisierter Interpret der «Fünf Praeludien aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach» sozusagen ihr Erbe.

Wann sind Sie ihr überhaupt zum ersten Mal begegnet? Von 1952 an vier Jahre lang als Schüler in Berlin an der Staatlichen Fachschule für Künstlerischen Tanz in der Niederlagstraße, heute besser bekannt als Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artis-tik in der Erich-Weinert-Straße. Sie leitete eine Zeitlang die Abteilung Moderner Tanz, die kurz nach meinem Weggang allerdings wieder aufgelöst wurde.

Sie war eine Schülerin von Gret Palucca?
Ja, wahrscheinlich weil der Schulbesuch dort billiger war als der bei Mary Wigman. Ende der zwanziger Jahre lernte sie dabei auch Dore Hoyer kennen, mit der sie später aufgetreten ist. 1935 ging sie zu Rudolf von Laban an die Deutsche Tanzbühne, danach lehrte sie erst an den Meisterstätten für Tanz in Berlin, dann an der Folkwangschule in Essen, bevor sie schließlich wieder nach Berlin ...

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Tanz Oktober 2012
Rubrik: traditionen, Seite 58
von Hartmut Regitz

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