neuseeland
...ist in der Vorstellung des Europäers jener Ort, an den unweigerlich jeder gelangt, der nur tief genug ein Loch in die Erde bohrt. Die andere Seite der Welt hat nun Gabriele Klein besucht, die Leiterin des «Zentrums für Performance Studies» an der Universität Hamburg, und dort entdeckt, dass eine Tanztradition mehr ist als nur das Rekonstruieren von Tänzen. Auf der anderen Erdhälfte gehört der Tanz zur Alltagskultur wie Rugby, Tattoos und Großstadtleben. Wie sich das anfühlt, ist jetzt anlässlich der Frankfurter Buchmesse zu erleben.
Der Tanz im Gastland Aotearoa Neuseeland (Seite 64) ist nicht Kunst versus Pop, sondern der Pop der Kunst, nicht im Elfenbeinturm, sondern als öffentliches Ereignis.
Wo wir mit tief gegrabener Sorge von «Aufarbeitung» der Geschichte, von Geschichts-«Bewusstsein», sogar von einer «Wiederbelebung» von Tänzen reden, als wäre die Vergangenheit bereits tot, muss es uns nicht wundern, wenn hierzulande der Sinn des Theaters – aktuell in Münster, Dessau, Hellerau – von Politikern infrage gestellt wird. Wenn sie den Kosten-Hammer schwingen, zertrümmern sie freilich jede Möglichkeit, etwas Großes, mitunter auch Genussvolles zu schaffen. Etwas in der Art, wie ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: editorial oktober 2012, Seite 1
von
Philipp Gehmacher inszeniert den Hohlraum und die Zweifel. Nicht die bohrenden, sondern diejenigen, die im Gebohrten herumgeistern. Der Raum ist zuerst da, wir sind ja im Theater, auch wenn das hier mal ein Kasino war, am Wiener Schwarzenbergplatz. Holzböcke und -pfosten stehen auf der Bühne herum, verkeilte Gebilde, über zwei von ihnen ist eine riesige silbrige...
Wie in nur drei Tagen sämtliche Spielarten des zeitgenössischen Tanzes abgedeckt werden können, machen die «Niederländischen Tanztage» vor. Der Eröffnungsabend zeigt Choreografien von William Collins, Itamar Serussi und Andrea Leine/Harijono Roebana, bietet also dem aufstrebenden Nachwuchs ebenso wie bereits arrivierten Akteuren eine Plattform. Davor lassen Emio...
Wenn die Jahreszeit Regenschirme wieder zum unverzichtbaren Begleiter macht, wird in London ein Schirm für Tanzkünstler aus zwölf Ländern aufgespannt. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Betsy Gregory, hat den Choreografen Jonathan Burrows zum Ko-Kuratoren berufen. Erstmalig wird das Programm im neuen Gebäudekomplex des Zentrums für Darstellende Künste an der...
