neuseeland
...ist in der Vorstellung des Europäers jener Ort, an den unweigerlich jeder gelangt, der nur tief genug ein Loch in die Erde bohrt. Die andere Seite der Welt hat nun Gabriele Klein besucht, die Leiterin des «Zentrums für Performance Studies» an der Universität Hamburg, und dort entdeckt, dass eine Tanztradition mehr ist als nur das Rekonstruieren von Tänzen. Auf der anderen Erdhälfte gehört der Tanz zur Alltagskultur wie Rugby, Tattoos und Großstadtleben. Wie sich das anfühlt, ist jetzt anlässlich der Frankfurter Buchmesse zu erleben.
Der Tanz im Gastland Aotearoa Neuseeland (Seite 64) ist nicht Kunst versus Pop, sondern der Pop der Kunst, nicht im Elfenbeinturm, sondern als öffentliches Ereignis.
Wo wir mit tief gegrabener Sorge von «Aufarbeitung» der Geschichte, von Geschichts-«Bewusstsein», sogar von einer «Wiederbelebung» von Tänzen reden, als wäre die Vergangenheit bereits tot, muss es uns nicht wundern, wenn hierzulande der Sinn des Theaters – aktuell in Münster, Dessau, Hellerau – von Politikern infrage gestellt wird. Wenn sie den Kosten-Hammer schwingen, zertrümmern sie freilich jede Möglichkeit, etwas Großes, mitunter auch Genussvolles zu schaffen. Etwas in der Art, wie ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: editorial oktober 2012, Seite 1
von
__impressum / imprint
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber / publisher
Friedrich Berlin Verlagsgesellschaft mbH
__Redaktion / editorial address
Klaus Kieser, Arnd Wesemann (V.i.S.d.P.), Franziska Buhre, Sofie Goblirsch (Mitarbeit)
Knesebeckstraße 59-61, D-10719 Berlin,
redaktion@tanz-zeitschrift.de,
www.tanz-zeitschrift.de,
Tel...
Márcia Haydée, die große Stuttgarter Choreografin, hatte 1994 in Ludwigsburg ihr Premierenprogramm «Ballettklassiker von heute und morgen» genannt, wahrscheinlich um Werke von gestern gegenwärtiger erscheinen zu lassen und gegenwärtige etwas moderner. Viel geholfen hat es nicht.
Das «Paquita»-Divertissement wie auch die «Chaconne» von George Balanchine sind...
newcomer_________
florentina holzinger
tanzt wunderschön, sie stolpert, stürzt, knallt auf die Bühne. Mit schmerzverzerrtem Gesicht unter ihrer Marilyn-Monroe-Perücke robbt sie sich an die Bühnenkante, fällt ihrem Publikum zu Füßen, kriecht zu einem Rollstuhl im Parkett, hievt sich hinein. Ihr Wille befiehlt sie zurück auf die Bühne. Vom Rollstuhl aus erklimmt sie...
