Maren Strack: «Figure 8 Race»
Autofahren und Panne haben sind eins. Programmgemäß bockte das putzige weiße Lastwagen-Modell im Größenmaßstab 1:8 bei der Uraufführung von Maren Stracks Tanz-Installation «Figure 8 Race». Es geht um Demolition Derbies und die deutsche Rennfahrerin Clairenore Stinnes. Die zentrale Aufgabe erfüllte das brummende Gefährt mit dem Beamer auf der Ladefläche dann doch: In Bewegung gesetzt bewegende Bilder von Bewegungen auf die Leinwand zu werfen.
Strack im weißen Formel-1-Overall tanzt synchron dazu mit Signalflaggen der Rennstreckenwärter mit einem unsichtbaren Partner, der gespenstisch scharfe Schlagschatten wirft.
Das Zusammenspiel von Physis und Physik, Körper und Technik, Mensch und Maschine ist ihr Thema. Meist solistisch auftretend, macht die Performerin Objekte, Videobilder und Sound zu ihren Partnern. Im letzten Stück «6 Feet Deeper», inspiriert vom weiblichen Cowboy Calamity Jane, war es die Peitsche. Nun sind es zwei weiße Fahnen, die der Miniatur-Truck herankarrt. Der Original-Truck begleitete Clairenore Stinnes und ihren Adler Standard 6 auf der ersten Autofahrt um die Welt. Der spektakuläre Abenteuer-Trip der 25 Jahre alten Industriellentochter von Mai 1927 bis Juni ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
As a tribute to the Hans Christian Andersen anniversary, the Danish theatre Kaleidoskop and the Swedish contemporary circus company Cirkus Cirkör created “Havfruen“ based on “The Little Mermaid,“ one of HC Andersen‘s most complex (and autobiographical?) tales. Not as innocent as Disney would like us to believe, “The Mermaid“ is a story about sexual awakening, the...
Beim Fußball geht es nicht nur darum, dass das Runde ins Eckige gestoßen wird. Ohne die Welle «La Ola», ohne die Schmähgesänge und Triumphlieder der Fans, ohne Trommeln und Klatschen, ohne elegische Hymnen («You‘ll never walk alone») wäre der Fußball im Stadion eine ton- und trostlose Angelegenheit. Wo Stimmung herrscht, ist der Tanz nicht weit. Tatsächlich findet...
Ende November ist der langjährige Görlitzer Ballettdirektor Franz Huyer an einer Herzkrankheit gestorben. Der 53-jährige gebürtige Österreicher arbeitete seit 1992 am Musiktheater der Neißestadt. Huyer war bekennender Anhänger des Erzählballetts, schuf aber auch zahlreiche sinfonische Werke, oft in eigenen, markanten Ausstattungen. In einer bemerkenswerten ersten...
