Marco Goecke

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Für einen, der erst seit fünf Jahren konsequent choreografiert, kann Marco Goecke auf große Erfolge pochen. In dieser Spielzeit erst «Sweet Sweet Sweet» für Stuttgart, dann «Äffi» für die Stichting Arnhems DansTalent, zuletzt «Beautiful Freak» für Hamburg. In der nächsten Auftragsarbeiten für Scapino Rotterdam, Pacific Northwest, das Norwegische Nationalballett und Stuttgart. Er selbst glaubt zwar nicht an seine Zukunft als Choreograf. Aber dass der bekennende Wuppertaler (mit Wohnsitz Stuttgart) eines Tages dem Tanz den Rücken kehrt, kann sich kaum einer vorstellen.

Schließlich kennt keiner seine Kehrseiten besser, und niemand setzt derzeit den Körper so kompromisslos als ein Kraftwerk der Gefühle ein wie er. Was Wunder, wenn seine Stücke zu explodieren drohen, und die Tänzer wie leibhaftige Elementarteilchen der Choreografie agieren. Goecke geht den Emotionen auf den Grund, und das kann durchaus schmerzhaft sein und dennoch schön. Von bloßer Virtuosität hält der 32-Jährige wenig. Schon gar nichts von irgendwelchen Body-Moden. Seine Ballette müssen ehrlich sein, und dieser Mut zur Ehrlichkeit ist es letztlich, der ihn zu einem Hoffnungsträger macht – auf dass der Tanz, zumal der ...

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Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 98
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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