Marco Goecke

Tanz - Logo

Für einen, der erst seit fünf Jahren konsequent choreografiert, kann Marco Goecke auf große Erfolge pochen. In dieser Spielzeit erst «Sweet Sweet Sweet» für Stuttgart, dann «Äffi» für die Stichting Arnhems DansTalent, zuletzt «Beautiful Freak» für Hamburg. In der nächsten Auftragsarbeiten für Scapino Rotterdam, Pacific Northwest, das Norwegische Nationalballett und Stuttgart. Er selbst glaubt zwar nicht an seine Zukunft als Choreograf. Aber dass der bekennende Wuppertaler (mit Wohnsitz Stuttgart) eines Tages dem Tanz den Rücken kehrt, kann sich kaum einer vorstellen.

Schließlich kennt keiner seine Kehrseiten besser, und niemand setzt derzeit den Körper so kompromisslos als ein Kraftwerk der Gefühle ein wie er. Was Wunder, wenn seine Stücke zu explodieren drohen, und die Tänzer wie leibhaftige Elementarteilchen der Choreografie agieren. Goecke geht den Emotionen auf den Grund, und das kann durchaus schmerzhaft sein und dennoch schön. Von bloßer Virtuosität hält der 32-Jährige wenig. Schon gar nichts von irgendwelchen Body-Moden. Seine Ballette müssen ehrlich sein, und dieser Mut zur Ehrlichkeit ist es letztlich, der ihn zu einem Hoffnungsträger macht – auf dass der Tanz, zumal der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 98
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Im Wald der Historien

Als der deutsche Filmpionier Max Skladanowsky 1895, im Geburtsjahr des Kinos, gemeinsam mit seinem Bruder ein erstes Programm kurzer Filmszenen zusammenstellt und im Berliner Varieté Wintergarten vorführt, entscheidet er sich neben artistischen und zirzensischen Darstellungen auch für einige Tanzfilme. Man sieht das Kinderpaar einer Artistenfamilie bei einem...

Talia Paz

Paz is not a new name. She joined Batsheva in the early 1990s, soon after Ohad Naharin became artistic director. She stayed for three years and then left for Europe, looking for challenges of a different nature. After an intermezzo at Scapino Ballet, she settled in Cullberg Ballet for twelve years. Upon her recent return to Israel, she encountered a vibrant dance...

Natalia Sologub

One of the leading young female soloists of the Mariinsky Theatre, Natalia Sologub has performed a large number of principal roles in classical as well as modern repertoire. She came to the Mariinsky from Bashkiria in 1998, at first as an understudy for such stars as Diana Vishneva before becoming a unique, unforgettable dancer-actress in her own right. In just a...